Drei kulinarische Tage in Palma de Mallorca verbracht [Update]

Beach - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ich verbrachte mit einem Freund ein paar Tage in Palma de Mallorca. Unsere Mission: die Stadt kulinarisch zu erforschen. Um unser beider Gaumen möglichst viele unterschiedliche Köstlichkeiten zu gönnen. Und von denen gab es jede Menge …

Da wir um ungefähr 95 Euro – Hin/Rück mit Handgepäck – einen Euwowings-Flug von Wien nach Mallorca ergattert haben, nahmen wir das gleich zum Anlass, um eine neue Kulinarik-Mission zu starten. Drei Tage Palma mit ausreichend Essen und Trinken. Als Ausgangspunkt buchten wir via Airbnb das Stunning Centric Apartment.

Airbnb - Stunning Centric Apartment in Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Airbnb – Stunning Centric Apartment in Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Strategisch perfekt im Stadtzentrum gelegen und mit dem Expressbus Linie 1 (Ticket kostet 5 Euro) bequem vom Flughafen zu erreichen. Mit zwei Schlafzimmern, zwei Bädern, voll ausgestatteter Küche, B&W Zeppelin Lautsprecher (fürs iPhone), flottem WLAN sowie Netflix am SmartTV.

Update Mai 2017: Da Eurowings ein tolles 70-Euro-Angebot für Hin- und Rückflug (Dienstag hin, Donnerstag retour) hatte, packte ich die Gelegenheit beim Schopfe für einen neuerlichen Besuch der Insel innerhalb kürzester Zeit. Als Unterkunft habe ich mir wieder eine feine, zentral gelegene Altstadt-Wohnung (Inserat nicht immer vorhanden) gebucht (Danke an Susanne für die wunderbare Betreuung).
Schön langsam werde ich zum Mallorca-Fan und in Palma kenne ich mich schon ganz gut – speziell, was Kulinarik betrifft – aus. :-)

Lokale Spezialitäten, die probiert gehören

Es gibt ein paar lokale Spezialitäten, die bei einem Aufenthalt auf Mallorca unbedingt probiert gehören. Hier ein paar Köstlichkeiten zum Gustoholen: Sopa de pescado (Fischsuppe), Sopas Mallorquinas (Gemüse-Brot-Suppe), Caldereta (mallorquinischer Eintopf mit Meeresfrüchten oder Langusten), Tumbet (Gemüse-Paprika-Auflauf), Costillas de cordero (Lammkoteletts), Lechona (Spanferkel), Sobrasada de Mallorca (rote Wurst), Butifarron (Blutwurst), Lomo con col (geschmortes Schweineschnitzel mit Kohl, Pinienkernen, Rosinen und Blutwurst), Pa amb oli (Brot mit Olivenöl, Knoblauch, Tomaten), Pa de Figa (Feigenbrot), Ensaïmadas (süße Hefeschnecke), … Das haben wir selbstverständlich in der kurzen Zeit nicht geschafft.

Kulinarik – Tag 1

Mittagessen im Pesquero – frischer Fisch

Als Tipp für frischen Fisch bekam ich das El Nautico empfohlen. Ein edles Lokal im Yachtclub am Hafen. Durch Zufall entdeckten wir am Weg dorthin das Pesquero. Am Hafen gelegen. Mit Blick auf Fischernetze und Fischerboote. Dort bestellten wir uns einen „fish of the day“. Einen Wolfsbarsch in Salzkruste. Liebevoll zerlegt. Vorweg einen Cava und danach ein Krügerl San Miguel. Hervorragend und somit ein grandioser Auftakt.

Wolfsbarsch in Salzkruste - Pesquero - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wolfsbarsch in Salzkruste – Pesquero – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Amorino Gelati

Nach dem hervorragenden Mittagessen hatten wir Gusto auf ein Eis. Auf dem Weg in die Unterkunft zur Schlüsselübergabe sahen wir das Amorino. Wie ich nachgelesen habe, ein international agierendes Unternehmen.

El Irresistible - Amorino - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

El Irresistible – Amorino – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wir bestellten uns einen „El Irresistible“. Eine knusprige Waffel mit Amarena, Nocciola, Stracciatella / Maron Glace Eis. Eine köstliche Kombination.

Tapas #1: Tast

Da wir beide Tapas lieben war klar, dass es abends eine Tapas-Bar wird. Da unser Flug schon um 6 Uhr von Wien ging, suchten wir ein Lokal in der Nähe der Unterkunft und waren schon zeitig – so um 18 Uhr dort. Die uns empfohlene Tapas-Bar hieß Tast.

Tapas im Tapa - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Tapas im Tapa – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Gemütlich gleich an der Bar sitzend verzehrten wir ein paar Köstlichkeiten und eine guten roten Hauswein (um 2 Euro) das Glas. Ein krönender Abschluß einen laaaangen Tages.

Kulinarik – Tag 2

Frühstück im Fibonacci

Fibonacci ist eine Bäckerei, die es mehrmals in Palma de Mallorca gibt. Sehr gemütlich – drinnen und draußen. Wir besuchten das Lokal am Placa de Frederic Chopin. Bestellt habe ich mir das Frühstück mit Cappuccino, Orangensaft, Joghurt mit Müsli und Früchten. Ein stärkender Start in den Tag.

Frühstück im Fibonacci - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Frühstück im Fibonacci – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ausflug nach Sóller

Fürs Mittagessen machten wir uns auf den Weg durch die wunderschöne Landschaft der Tramuntana nach Port Sóller. Tren y Tranvía – zuerst mit der alten, Anfang des 20 Jahrhunderts erbauten Panorama-Bahn (Abfahrt ist links vom Bahnhof) nach Sóller und dort mit Straßenbahn weiter nach Port Sóller. Um wohlinvestierte 30 Euro hin/retour.

mit der Straßenbahn nach Port Sóller - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

mit der Straßenbahn nach Port Sóller – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ein Erlebnis der Extraklasse, denn man fährt mit der Bim den Strand entlang. Die Reisezeit pro Richtung beträgt ungefähr 90 Minuten. Tipp: In der Bahn bei der Hinfahrt auf der linken Seite sitzen, da mehr Landschaft zu sehen ist.

Catch of the day (Dorade) im Kingfisher - Port Sóller - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Catch of the day (Dorade) im Kingfisher – Port Sóller – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Mittagessen im Kingfisher – Port Sóller

Als Anregung für ein wunderbares Lokal in Port Sóller bekam ich das Kingfisher. Mit Blick von der Sonnenterrasse auf den Hafen. Und dort haben wir ausgiebig und großartig geschlemmert. Je ein Cava, Oliven mit zwei Sorten warmen Brot, Catch of the day (Dorade gegrillt mit handgeschnitzten Fries, Salat und drei Sorten Salz), Estrella Cerveza vom Faß, Espressi Marabans.

Suau 15 Brandy im Kingfisher - Port Sóller - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Suau 15 Brandy im Kingfisher – Port Sóller – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Und zum krönenden Abschluß einen lokalen Brandy (Suau 15). Gesamtnote: Römisch-Eins und noch ein Plus dazu!

Cocktail in der Boca Calle Bar

Zurück in Palma de Mallorca kehrten wir vor dem Abendessen noch auf einen Cocktail ein. In die gemütliche Boca Calle Bar am Place de La Pescateris.

Boca Calle Bar - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Boca Calle Bar – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Dort schlürften wir einen feinen Gin Tonic mit Premium-Tonic (nicht Schweppes nehmen).

Tapas #2 – Ombu

Eine der besten Tapas-Bars in Palma de Mallorca ist das Ombu am Passeig del Born. Wr hatten Glück, denn unser Besuch fiel auf den ersten Tag nach der Winterpause. Was wir uns an Tapas bestellten: iberisches Chorizo, mariniertes iberisches Schwein (mit Gemüse-Chutney & Kumquat-Coulis), …

Tapas im Ombu - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Tapas im Ombu – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

… Steak Tartar (mit Trüffel, Gänseleber & Plankton-Aioli) sowie Tintenfisch mit Limetten-Mayonnaise. Und dazu eine Flasche AN/2 Rotwein aus Mallorca. Schmatz, schlürf, schleck.

Nachtrag Mai 2017: Auch das Pulpo-Carpaccio sowie der schwarze Kabeljau schmeckten hervorragend!

Kulinarik – Tag 3

Frühstück im Ca’n Joan de S’Aigo

Café con leche, Cappuccino, Ensaïmadas (süße Hefeschnecke) sowie Croissant nahmen wir im Ca’n Joan de S’Aigo ein. Ein altes Café in einer schmalen Gasse in der Altstadt. Und dort haben wir gelernt: Auf Mallorca heißt der Cappuccino Caputxí.

Ensaïmadas im Ca'n Joan de S'Aigo - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ensaïmadas im Ca’n Joan de S’Aigo – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Caputxí im La Molienda Cafe

Bevor es an der Strand ging haben wir noch einen stärkenden Kaffee im klitzekleinen La Molienda Cafe in der Carrer de la Concepció getrunken. In der Mühle waren Bohnen aus Honduras. Als Espresso doble graußlich, als Cappuccino trinkbar.

La Molienda Cafe - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

La Molienda Cafe – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ausflug zum Ballermann

Da um diese Zeit am Ballermann glücklicherweise nicht los ist, haben wir einen Ausflug zu Bierkönig & Co. gemacht. Wir wollten uns diese – man möge mir den Ausdruck verzeihen – Lokale für besoffene Trottel ansehen. Ein Wort genügt da: niemals!
Als Info: Von Palma fährt die Buslinie 25 direkt – express über die Autobahn – zum Strand. Das Ticket kostet 1,50 Euro.

Cappuccino im Linos - Play Palma - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Cappuccino im Linos – Play Palma – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Cappuccino im Linos

Strahlender Sonnenschein, angenehme Wärme. Somit haben wir uns eine Cappuccino in der Linos Cafeteria y Ristorante. Die – übersetzte – Adresse: Schinkenstrasse 1. Ein gemütliches Lokal in der Nebensaison mit Blick aufs Meer.

Paella de Bohovante mit Lobster - mg cafe lounge - Playa / Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Paella de Bohovante mit Lobster – mg cafe lounge – Playa / Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Mittags Paella in der mg cafe lounge

Gegenüber vom Linos befindet sich die mg cafe lounge. Ebenso mit Blick aufs Meer. Ein einladendes Lokal und der Ort für unser Mittagessen am #palmabeach. Bestellt haben wir uns eine Paella. Eine Paella de Bohovante mit Lobster. Um 20 Euro pro Person ein fairer Preis. Hat großartig gemundet.

Sangria Champagne - mg cafe lounge - Playa / Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Sangria Champagne – mg cafe lounge – Playa / Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Zu einem Spanien-Aufenthalt gehört unbedingt Sangria dazu. Nicht im Eimer mit langen Strohhalmen, sondern hausgemacht in der Variante Sangria Champagne. Der 1-Liter-Krug um 15 Euro. Leichter Schwips inkludiert. Schmeckt uns besser als mit Rotwein.

Mandelkuchen im Ca’n Joan de S’Aigo

Mallorca und Mandeln. Zwei Begriffe, die nicht zu trennen sind. Zurück in Palma besuchten wir das zweite Lokal von Ca’n Joan de S’Aigo. Um einen frisch gebackenen Mandelkuchen zu genießen. Zusammen mit einem Mokka. Sehr schmackhaft.

Mandelkuchen im Ca'n Joan de S'Aigo - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Mandelkuchen im Ca’n Joan de S’Aigo – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Jamón de cebo Ibérico

In Spanien muss man unbedingt Jamón essen. Da wir so einen schönen Essbereich in der Unterkunft hatten, besorgten wir uns unterwegs einen Jamón de cebo Ibérico, etwas Käse und eine Flasche Rioja Herederos del Marques de Riscal. Kulinarik „daheim“ :-)

Jamón de cebo Ibérico + Rioja - Palma de Mallorca - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Jamón de cebo Ibérico + Rioja – Palma de Mallorca – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Nachtrag Mao 2017: Arabay Kaffee-Rösterei

Arabay Coffee habe ich beim Besuch im März zu spät entdeckt. Deshalb habe ich das jetzt im Mai mit Freude nachgeholt. Das Arabay ist eine Kaffeerösterei an einem Ausgang vom Plaza Mayor. Modern eingerichtet auf mehreren Etagen. Der Kaffee schmeckte mir hervorragend. Ebenso die Ensaïmadas. Somit ein Fixpunkt für meine sicherlich noch zahlreich kommenden Palma-Besuche :-)

Cappuccino + Ensaïmada + Orangensaft im Arabay Coffee - Palma de Mallorca - Foro © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Cappuccino + Ensaïmada + Orangensaft im Arabay Coffee – Palma de Mallorca – Foro © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kulinarik in Palma de Mallorca – zusammengefasst

Schön war’s. Traumwetter, sommerliche Temperaturen im März – Glück gehabt. Angenehme Atmosphäre. Großartige Ausflüge. Hervorragende Lokale als Empfehlungen bekommen oder entdeckt. Und da in der Kulinarik-Liste noch zahlreiche Einträge drinnen sind, muss ich wiederkommen :-)

8 Kommentare

  1. Wolfgang 13. März 2017
  2. Horst Maier 13. März 2017
  3. colabprojectblog 13. März 2017
  4. Manfred Weissenbrunner 13. März 2017
    • Helmut Hackl 13. März 2017

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