Vello Bike+ vorbestellt – mein kommendes elektrisches Faltrad mit KERS

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad - Foto @ Vello

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad – Foto @ Vello

Kürzlich habe ich euch übers leiwande Urbino Faltrad der Wiener Firma Vello erzählt. Und dass es mir taugen würde, mit solch einem unterwegs zu sein. Diese Freude habe ich mir jetzt erfüllt, aber gleich elektrisch. Denn ich bestelle mir ein Bike+ vor. Aus vier Gründen: Minimalismus, überall mitnehmbar, KERS und es sieht verdammt gut aus …

Ich hege schon länger den Wunsch mir wieder ein Faltrad zuzulegen. Damit könnte ich wunderbar in der Stadt unterwegs sein, aber auch mitnehmen, wenn ich mit dem Auto – beispielsweise nach Italien – fahre. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich fürs Bike+ von Vello entschieden. Denn das großartig ist und hat einen selbstladenden Elektroantrieb mit KERS in der Radnabe, der mir gleich taugte. Aber der Reihe nach.

Magnetisches Falt- und Federungssystem – pipifein

Bei einem Faltrad ist selbstredend der Faltmechanismus eine wichtige Sache. Das muss zuverlässig und ruckzuck funktionieren. Bei den Vello Rädern schaut das so aus:

• Das Fahrrad lässt sich falten, um es danach bequem rollen zu können. Durch einen schnellen Ruck mit dem Fuß schwingt dabei das Hinterrad nach vorne. Dadurch reduziert sich die Gesamtlänge um knapp die Hälfte. Das ist dann praktisch beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in engeren Liften.
Als Hinweis: Klappräder gelten bei den Wiener Linien als Gepäckstück. Somit jederzeit und kostenfrei mitnehmbar!

• Voll gefaltet lässt sich das Fahrrad kleinstmöglich für den Transport herrichten. Zum Beispiel im Kofferraum des Autos oder zum Mitnehmen auf Termine. Die Größe beträgt in diesem Zustand lediglich 72x53x23 cm.

• Ein Magnet verbindet das Hinterrad mit dem Fahrradrahmen. Das sorgt für Stabilität beim Fahren. In diesem magnetischen Verbindungsteil ist auch gleich die Federung untergebracht. Das funktioniert in der Praxis pipifein und watscheneinfach.

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad - Foto @ Vello

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad – Foto @ Vello

KERS wie bei Rennautos – das hat mich überzeugt

• Eine Besonderheit des Bike+ ist nicht nur die elektrische Unterstützung beim Radeln, sondern dass der Akku selbstladend ist. Das heißt, dass er sich während des Fahrens automatisch immer wieder auflädt. Nennt sich „Integrated Kinetic Energy Recovery System“. KERS – fast wie in der Formel 1.

• Der Antrieb von Zehus in der Radnabe ist – dank mehrerer Sensoren – „mitdenkend“, d.h. er „weiß“, was ich machen will und liefert passend Leistung. Das wird sich dann in der Praxis zeigen. Der 250W Elektromotor liefert sechs wählbare Antriebsunterstützungen, die sich auch während der Fahrt – via App – umschalten lassen.

• Der Akku lässt sich bei Bedarf ebenso an der Steckdose laden. Das Ladekabel ist im Lieferumfang dabei. Gut zu wissen, wenn es mal flotter gehen soll.

• Eine Akku hält bekanntlich nicht ewig. Beim Bike+ ist er tauschbar und „halbwegs preisgünstig“, da er nicht so massiv ist.

• Der Antrieb ist möglichst leicht konzipiert. Die Batterie selbst hat unter einem Kilogramm, der ganze Antrieb ungefähr 3,2 kg.

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad - Foto @ Vello

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad – Foto @ Vello

Ein paar Infos zur Ausstattung

• Die integrierten Rück- und Front-LED-Lichter können entweder durchgehend leuchten oder blinken. Die Energie kommt aus – wechselbaren – Standard CR2032 Knopfzellen.

• Damit ein Klapprad mit 20″ Rädern (Etrto 406 mit Schwalbe Kojak 1.35er Reifen) angenehm zu fahren ist, sind u.a. die Übersetzung der Pedalkraft zum Rad sowie die Größe der Schaltung angepasst. Bekundet wurde mir zudem, dass 20″ die ideale Größe für ein Pedelec seien.

• Es stehen zwei Bremssysteme zur Auswahl: Felge oder Scheibe. Ich habe mich für die Scheibenbremsen entschieden – trotz etwas Aufpreis und 300 Gramm Mehrgewicht.

• Beim Antrieb heißt die Entscheidung: Kette oder Riemen. Ich nahm den wartungsärmeren Karbonriemen.

• Beim Rahmen kann man zwischen Weiss, Schwarz und Silber wählen. Silber wird mein kommendes Bike+. Obgleich mich auch Weiß gereizt hätte.

• Es wurde keine eigene App entwickelt, sondern auf Bewährtes für den genutzten Zehus-Antrieb gesetzt. Auf bitride. Die App gibt’s fürs iPhone & für Android-Smartphones. Mit Verbindung über Bluetooth zum Bike+. Mit Funktionen wie Hinterrad blockieren, GPS Tracking sowie ein Dashboard (z.B. aktuelle Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke, Steigung, Motorleistung, Akkuzustand in Prozent, Warnhinweise).

• Das Bike+ passt für alle Körpergrößen zwischen 1,50 und 2,10 Meter. Nur über 100 Kilogramm sollte man nicht auf die Waage bringen.

Ein bisserl Zubehör dazu

Es stehen ein paar Optionen bereit, die man gleich bestellen oder nachbestellen kann. Ich habe mir gleich folgende Sachen dazugenommen:

• faltbare Schutzbleche – auch abnehmbar
• Seitenständer
• Front-Gepäckträger – auch abnehmbar
• gepolsterte Transporttasche
• Klingel

Das passt dann alles wunderbar zusammen.

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad - Foto @ Vello

Bike+ selbstladendes Elektro-Faltrad – Foto @ Vello

Zum Thema Schutz der Investition

Bei einem Fahrrad um um ein paar Tausender darf selbstverständlich das Thema Schutz nicht fehlen. Stichworte Diebstahl und Vandalismus. Was schon mal beruhigend ist: Ich kann das Rad fast überall zusammengeklappt mitnehmen. Das schränkt die Möglichkeit eines Diebstahl gravierend ein. Muss ich das Fahrrad dennoch wo abstellen, so werde ich ein paar Schutzmaßnahmen treffen. Zuerst einmal lässt sich per App das Hinterrad blockieren – solange ein bisserl Saft im Akku ist. Ich werde darüber hinaus ein hochwertiges Fahrradschloß für Rahmen und Räder kaufen – zum Beispiel tex-lock und/oder Litelok Gold. Ich werde spezielle Muttern – z.B. die NutFix von Abus – fürs Vorderrad und den Sattel anschrauben (wenn sie passen). Ich werde eine passende Diebstahlversicherung abschließen oder die bestehende Haushaltsversicherung – falls möglich – erweitern. Konkrete Produkte und Erfahrungen reiche ich nach, sobald der Liefertermin vom Bike+ näher rückt.

Plus: Ein persönliches Online Registrierung- und Identifikationssystem (eingravierter QR-Code) will einen unrechtmäßigen Verkauf erschweren und die Rückführung erleichtern. Zudem werde ich das Rad bei Nummer Sicher registrieren.

Modelle & Preise

Die UVPs des elektrischen Bike+ starten – derzeit – bei ungefähr 2.800 Euro und reichen bis knapp unter 4.000 Euro. Je nach gewünschter Ausstattung mit Rahmenmaterial, Bremsen und Antrieb. Ich habe mich für die goldene Mitte entschieden. Fürs Bike+ mit Scheibenbremsen und Karbonriemen um ungefähr 3.000 Euro. Ein aus meiner Sicht fairer Preis für 12,2 Kilogramm purer Lebensfreude.
Angesehen habe ich mir auch die teureren Modelle. Aber ich brauche weder Schlumpf noch einen Titanium-Rahmen.
P.S.: Ich kam noch in den Genuß des günstigeren Preises auf Indiegogo.

Bike+ – jetzt heißt es warten

Jetzt muss ich mich aber in Geduld üben, denn der Zeitplan von Vello bekundet, dass es ein Weihnachtsgeschenk wird. Somit Vorfreude :-)

P.S.: Das Team ist überaus sympathisch. Wir haben uns hervorragend bei meinem Besuch verstanden. Für mich auch ein wichtiger Punkt. Meinen speziellen Dank an Valentin (ein bekannter heimischer Industriedesigner) für die zahlreichen Informationen.

Hinweis: Einige Fortsetzungen dieser Geschichte folgen dann, sobald ich am Bike+ sitze. Und dann habe ich ganz sicher jede Menge zu erzählen!

Mein Equipment
Ich habe schon begonnen mir notwendiges Zubehör anzuschaffen. Immer dann, wenn es ein verlockendes Sonderangebot gibt. Die ergänze ich hier immer aktuell.

Closca Fuga – zusammenlegbarer Fahrradhelm

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16 Kommentare

  1. Axel Zahlut 13. Juni 2017
    • Helmut Hackl 13. Juni 2017
  2. Axel Zahlut 13. Juni 2017
    • Helmut Hackl 13. Juni 2017
  3. Axel Zahlut 13. Juni 2017
  4. Ferdi Fuchs 22. Juni 2017
    • Helmut Hackl 22. Juni 2017
  5. Ralf 6. Juli 2017
    • Helmut Hackl 6. Juli 2017
      • Ralf 7. Juli 2017
        • Helmut Hackl 7. Juli 2017
  6. Peter Denk 15. August 2017
  7. Wolfgang 17. August 2017
    • Helmut Hackl 17. August 2017

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