Fürs Pilotprojekt registriert: ÖBB Rail&Drive – vom Zug ins Auto, vom Auto in den Zug

ÖBB Rail&Drive

Unsere ÖBB starten ab Fahrplanwechsel 2017/18 mit „Rail&Drive“. Die Idee dahinter unterscheidet sich von den üblichen Carsharing-Anbietern: Die ÖBB wollen Bahnfahrern eine zusätzliche Mobilität liefern. Auf einfache Art und Weise. Ich komme mit dem Zug an und hole mir gleich direkt am Bahnhof mein vorreserviertes Fahrzeug. Nach Erledigung der privaten oder geschäftlichen Aktivitäten stelle ich es am selben Standort ab und fahre mit dem Zug wieder retour. Ich registrierte mich für den Pilotbetrieb …

Registrierung und dann Abholung der Kundenkarte am Bahnhof

• Der erste Schritt ist die Registrierung, die Anmeldung auf der Website. Mit allen erforderlichen Daten wie z.B. Name, Adresse, E-Mail, Geburtsdatum und Telefonnummer. Das ist ruckzuck erledigt.

• Die Bezahlung kann entweder per SEPA-Lastschrift oder per Kreditkarte (Visa und Mastercard) erfolgen.

• Die Kundenkarte (Key Card) muss am Bahnhof abgeholt werden. Der Grund: Die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung eines gültigen Führerscheins. Zumindest solange, bis die Führerschein-Online-Überprüfung aktiv ist. Dann wäre alles in maximal 30 Minuten erledigt und kann auch gleich unterwegs erledigt werden.

• Die Abrechnung erfolgt immer im Nachhinein.

ÖBB Rail&Drive Key-Card - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

ÖBB Rail&Drive Key-Card – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Zur Info: Rail&Drive setzt auf die bestehende Buchungs-Plattform von Flinkster Carsharing der Deutschen Bahn auf. Da wurde nichts neu erfunden oder frisch programmiert.

Die wichtigsten Eckdaten zu Rail&Drive

• Zielgruppe sind sowohl privat als auch geschäftlich Reisende.

• Zwei Extrainfos: Es besteht keine Verpflichtung mit der Bahn zu kommen – ein Fahrzeug lässt sich auch so buchen. Eine ÖBB-Vorteilskarte ist ebenso keine Voraussetzung.

• Ganz wichtig: Die Rückgabe ist ausschließlich an der selben Station möglich, wo das Fahrzeug abgeholt wurde.

• Standorte gibt es direkt an den Bahnhöfen in Bludenz, Bregenz, Eisenstadt, Feldkirch, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Leoben, Linz, Salzburg, St. Pölten, Villach, Wels, Wien (Hauptbahnhof & Westbahnhof) sowie Wiener Neustadt. Die Abstellplätze sind soweit möglich in den Parkgaragen und Park+Ride-Anlagen ganz in der Nähe des Bahnhofs. Abholungen und Rückgaben sind 24/7 möglich.

• Die Flotte besteht aus Fahrzeugen der ÖBB. Dazu gehören beispielsweise viele VWs (Polo, Golf, Golf Variant, Caddy, T5, T6), Citroen (DS3, C4, Berlingo) oder Nissan (Qashqai). Alle Fahrzeuge haben manuelles Getriebe und sind für Nichtraucher.
Als Hinweis: Man bucht eine Klasse und kein bestimmtes Fahrzeug. Das exakte Auto wird dann etwa 20 Minuten vorher fix zugewiesen.

• Es sind auch Auslandsfahrten möglich. Als Beispiel: Mit der Bahn nach Villach und dann einen kulinarischen Einkaufshupfer nach Italien.
Wichtig: Hierfür sind die länderspezifischen Vorschriften zu beachten.

• Gebucht werden fixe Zeiten. Eine Verlängerung – sofern die Verfügbarkeit gegeben ist – muss rechtzeitig erfolgen. Wenn das nicht bekundet wird, so werden Zusatzgebühren fällig. Das heißt: exakt planen!

• Die Preise (inkl. MWSt. – Stand heute) beginnen ab 2 Euro pro Stunde (in der Nacht – 22-8 Uhr) bzw. ab 5 Euro / Stunde (am Tag). Dazu kommen dann noch ab 15 Cent pro Kilometer.
Hinweis: Die Pauschale für den 1. Tag beginnt ab 50 Euro, der Wochenpreis ab 173 Euro. Zudem ist ein 1.000 Euro Selbstbehalt vorhanden, der sich pro Buchung kräftig reduzieren lässt.

• Dazu kommen eventuell Zusatzgebühren wie zum Beispiel für verspätete Rückgabe, falscher Stellplatz (unangekündigt), Reinigung bei Verschmutzung, Bearbeitungsgebühr bei Unfall / Schaden / Strafzettel, Rauchen im Fahrzeug, Verlust Tankkarte / Fahrzeugschlüssel / Stellplatzschlüssel u.s.w.

• Im Fahrzeug befindet sich eine Tankkarte – gültig für Aral, BP, Eni, OMV, Statoil, Shell, IQ. Das Tanken ist also inkludiert.

• Das Fahrzeug lässt sich bei der Abholung entweder mit der Kundenkarte öffnen oder via App. Dazu wird ein vierstelliger Öffnungscode definiert.

Die App für Android und iOS

Alle Schritte können via Web-Browser erledigt werden. Ich als mobiler Mensch bevorzuge doch eine App am Smartphone. Die gibt es für iOS (iPhone & iPad) sowie für Android. Dort kann ich zum Beispiel die gewünschte Fahrzeugklasse buchen, bereits bestehende Buchungen ändern oder stornieren sowie die aktuellen Standorte auf einer Karte anzeigen lassen.

ÖBB Rail&Drive und ich

Wie eingangs erwähnt, habe ich mich fürs Pilotprojekt registriert. Die Registrierung im Web war simpel, die Abholung der Kundenkarte am Bahnhof (ich holte sie vom Ticketschalter am Westbahnhof) war auch flott erledigt. Die Bedienung der App ist ebenso einfach. Da hilft der Vorteil der Nutzung der bestehenden Flinkster-Plattform.

railanddrive.at | oebb.at

Was nachgereicht wird: Sobald Rail&Drive in den Echtbetrieb übergeht, erzähle ich über meine praktischen Erfahrungen mit diesem Service der ÖBB … stay tuned :-)

Mobility Lounge via Amazon (affiliate link) unterstützen - DANKE :-)

Dein Kommentar