Zum Diktat: Philips SpeechMike Premium Air im Test

Philips SpeechMike Premium Air - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Philips SpeechMike Premium Air – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Im November habe ich euch ausführlich das SpeechMike Premium Air vorgestellt. Das ist ein drahtloses Diktiergerät für Personen, die sehr häufig das Diktieren als Arbeitsmethode nutzen. Aus Interesse habe ich mir ein Testgerät geholt, denn ich wollte ausprobieren, wie es sich im realen Berufsleben zusammen mit Philips SpeechLive bewährt …

Meine Eindrücke aus der Praxis

• Das SpeechMike Premium Air liegt angenehm in meiner Hand. Ob des geringen Gewicht von lediglich 125 Gramm merkt man kaum, dass man so ein Gerät hält. Somit habe ich gerne meine Geschichten damit diktiert.

• Alle Drucktasten sind angenehm, mit minimalen Bewegungen des Daumens erreichbar. Auch eine ganz wichtige Sache im hektischen Berufsleben.

• Gut bedienbar ist der Touch-Sensor mit den links/rechts liegenden Maustasten. Die lassen sich beispielsweise gleich zur Fernbedienung von Programmen am Notebook verwenden.

Philips SpeechMike Premium Air - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Philips SpeechMike Premium Air – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Liegt das Diktiergerät am Schreibtisch, so kann es nicht umherrutschen, sondern bleibt an Ort und Stelle.

• Dank des integrierten Bewegungssensors wird das Mikrofon bei Nichtgebrauch automatisch stummgeschaltet. Damit keine ungewollten Aufnahmen passieren.

• Das staub- und schmutzabweisende Gehäuse ist mit antimikrobiellen Zusatzstoffen angereichert. Damit die Ansiedlung von Keimen unterbunden wird. Zudem ist die polierte Pearl-Metallic Oberfläche unempfindlich gegen Berührungsgeräusche und Fingerabdrücke.

Zwei Voraussetzungen bei der Verwendung eines Desktop-Diktiersystems:
• Die Dockingstation muss am USB des Desktops angesteckt sein.
• Es muss eine Diktat-Software am Computer laufen.

• Der integrierte 800 mAh Akku ist ausreichend dimensioniert. Mit einer Vollladung ist das Diktiergerät bis zu 24 Stunden einsatzbereit. Eine LED gibt Auskunft über die Restlaufzeit (Grün mehr als 6h, Orange weniger als 6h, Rot weniger als 2h).

• Der Abstand zwischen Dockingstation und Diktiergerät kann bis zu fünf Meter betragen – ohne Hindernisse dazwischen. Wird der Abstand zu groß, so warnen Vibration sowie LED-Anzeige und man sollte näher kommen.

Philips SpeechMike Premium Air - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Philips SpeechMike Premium Air – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Die Firmware ist aktualisierbar – somit auch für künftige Erweiterungen / Verbesserungen gewappnet.

• Vielleicht der allerwichtigste Punkt ist die Aufnahmequalität. Und die ist – u.a. dank des entkoppelten Mikrofons – ausgezeichnet. Ich habe das in ein paar unterschiedlich lauten Umgebungen getestet und ich war mit den Ergebnissen zufrieden.

• Wer das Diktiergerät seinen Bedürfnissen noch besser anpassen will, der kann dies mit einer eigenen Windows-Software machen. Damit lassen sich zum Beispiel Tasten, Profile sowie Tastenmodi (z.B. Dragon, Browser, PowerPoint) individualisieren.

SpeechLive: Spracherkennung + ein frisches Update

Über SpeechLive habe ich euch in der Mobility Lounge schon öfters erzählt. Dabei handelt es sich um ein kostenpflichtiges Service zum – verschlüsselten – Verwalten der Diktat-Dateien, zur Spracherkennung sowie zur Transkription. Die monatliche Grundgebühr fürs Business-Paket beträgt (je nach inkludierten Leistungen) zwischen 7,99 Euro (9,59 Euro inkl. USt.) und 9,99 Euro (11,99 Euro inkl. USt.). Es ist dabei nicht notwendig irgendwelche Software lokal zu installieren, um SpeechLive zu nutzen. Aus Anwendersicht ist das immer eine angenehme Sache.

Tipp: Wer SpeechLive ausprobieren will, der kann dies 30 Tage lang kostenlos tun.

Nochmals ausprobiert habe ich das Spracherkennungsservice. Meine Erfahrung diesmal: Die Dateien lagen nach ein paar Minuten in meinem Posteingang. Zu 99% war ich mit der automatisierten Übersetzung von Sprache zu Text zufrieden. Wenn etwas nicht passte, dann lag das oftmals an der Deutlichkeit der Aussprache. Zudem gewöhnt sich das System laufend an meine Stimme und lernt dazu.

Philips SpeechLive im Web

Anfang Dezember hat SpeechLive ein größeres Update bekommen, das u.a. drei Neuerungen beinhaltet:

• Angeboten wird nun auch das automatische Hochladen von Diktaten via Web-Browser. Dazu wird ein kleiner Upload-Client im Browser installiert. Voraussetzung ist ein Windows-Rechner, da es sich um eine .exe-Datei handelt. Zu finden im Bereich „Diktate“, dann rechts aufs Zahnrad und auf „automatischer Upload“ klicken. Der Ablauf danach: Diktiergerät anstecken und schon startet das Hochladen, wenn man in SpeechLive am Browser eingeloggt ist.

SpeechLive - automatischer Upload im Browser (Chrome)

SpeechLive – automatischer Upload im Browser (Chrome)

• SpeechLive unterstützt jetzt auch Diktiergeräte von Drittanbietern. Somit ist es keine Voraussetzung mehr, dass ein Philips-Gerät zum Einsatz kommt. Damit wird das Service in den Vordergrund gerückt – unabhängig vom verwendeten „Werkzeug“. Meiner Meinung nach eine gute Entscheidung.

• Transkriptionisten bekommen ein E-Mail, sobald ein neues Diktat verfügbar ist. Eine Bequemlichkeit, da sie nicht mehr selbst nachsehen müssen, ob Arbeit ansteht oder nicht.

Philips SpeechMike Premium Air – mein Fazit

Mir hat das SpeechMike Premium Air getaugt. Es liegt gut in der Hand und die Aufnahmen haben fast unabhängig von der Umgebung eine hohe Qualität. Wäre ich Zielgruppe, so würde ich auf alle Fälle diese Investition überlegen.

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