Würde ein Chromebook als mein einziges Notebook passen?

Chromebook als Haupt-Notebook - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Chromebook als Haupt-Notebook – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ich besitze seit über drei Jahren auch ein Chromebook. Als Zweitgerät zu meinem MacBook Air. Da ich mich im Laufe der Zeit immer mehr mit dem Google-Gerät anfreundete, stellte ich mir die Frage, ob es nicht auch schon als Haupt-Notebook passen würde. Meine Antwort …

Als ich mir das 11.6″ ASUS Chromebook zulegte, war es lediglich aus Neugierde, aus Interesse, zum Ausprobieren der Möglichkeiten. Ohne ernsthafte Hintergedanken. Das hat sich geändert, denn das Chromebook ist Bestandteil meines mobilen Leben geworden. Es ist für meine Nebenbei-Nutzung schnell genug, es hat ausreichend Speicherplatz (32 GB SSD, SD, USB 3, Google Drive), es ist leise (kein Lüfter eingebaut) und eine Akkuladung reicht locker für über zehn Stunden Laufzeit.

Es ist schon klar, dass es von der Qualität, der Verarbeitung und den Materialien nicht ans MacBook Air heranreicht. Ebenso fehlt mir eine Hintergrundbeleuchtung der Tasten. Aber dafür ist der Anschaffungspreis um ein Vielfaches geringer. Selbst wenn ich den höheren Wiederverkaufswert vom Apple-Produkt einrechne, bekomme ich sicherlich zwei, drei Chromebooks zum Preis eines MacBook. Das ist schon mal ein schlagkräftiges Argument. Und so ein Chromebook kann zudem sogar ein geringwertiges Wirtschaftsgut sein, d.h. es ist steuerlich sofort abgeschrieben und ich muss es nicht Jahre mitbuchen. Ein angenehmer Punkt auf der Positivseite.

Gewünschte Apps & Services vorhanden?

Neben dem Chromebook als Gerät selbst, ist selbstverständlich der Einsatz im Alltag ganz entscheidend. Welche Apps und Services stehen für meine Anfroderungen zur Verfügung? Der Reihe nach …

• Für Aufgaben nutze ich derzeit die Apple Erinnerungen via GoodTask. Das würde sich am Chromebook ändern. Da ich aber ohnehin auch schon die Google Erinnerungen & Tasks parallel probiere, würde dies ebenso dafür passen. Die Umgewöhnung wäre eine kurze Angelegenheit.

• Meine Notizen und Texte befinden sich in Google Notizen, wo ich weiterhin – im Web-Browser – schreiben kann. Die Chrome-App brauche ich dafür nicht.

• Bei Gmail ist eh klar, dass dies wie geschmiert läuft.

• Für E-Mails abseits Gmail steht AquaMail bereit, das ich schon vom Android-Smartphone kenne.

• In einem HDMI-Slot des Fernsehers steckt auch ein Google Chromecast, den ich selbstverständlich auch vom Chromebook “bestreamen” kann.

• Die Bearbeitung von Fotos (hauptsächlich Zuschneiden, Größe anpassen, Screenshots zusammensetzen) wäre aus heutiger Sicht die größte Änderung. Am MacBook verwende ich da seit längerer Zeit Pixelmator, das aber nicht fürs Chromebook zu haben ist. Somit müßte ich zu einer Alternative greifen. Aber das wäre sicherlich locker zu arrangieren.

• WordPress für den Blog läuft wie gehabt weiterhin im Web-Browser.

• Beim Browser würde ich von Safari und Brave halt wieder auf Chrome umsteigen.

• Eine Umstellung betrifft auch den Password Manager. Da verwende ich SafeInCloud, synchronisiert über die ownCloud. Und da gibt’s leider keine für mich zufriedenstellende Lösung fürs Chromebook. Das würde einen teilweisen Umzug bedeuten, beispielsweise zu Google Passwords.

• Ich kann eine Variante von Linux installieren und bei Bedarf verwenden. Das probierte ich manchmal aus – zum Beispiel mit Ubuntu, Mint oder elementary OS.

Chromebook als Haupt-Notebook – mein Fazit

Ja, das Chromebook könnte mein MacBook Air ersetzen. Ohne großartige Umgewöhnung. Somit spielt es bei der nächsten Notebook-Entscheidung sicherlich mit.

Hinweis: Wenn auf einem neuen Chromebook auch der Google Play Store verfügbar ist, gäbe es kaum Umgewöhnung. Denn dann habe ich Zugriff auf die entsprechenden Android-Apps, die ich eh schon kenne und verwende.

eine Antwort hinterlassen