Selbstständigkeit: meine Grundsätze & Erfahrungen aus 17 Jahren

Selbstständigkeit am Strand :-) - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Selbstständigkeit am Strand :-) – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Als ich im Oktober 2000 pocket.at als privates Hobby gründete, wusste ich noch nicht, dass ich schon wenige Monate später meinen Lebensunterhalt damit verdienen würde. In der Selbstständigkeit. Ich habe eine Fülle an Erfahrungen gemacht und laufend daraus gelernt. Heute bin ich bei der Arbeit leiwander unterwegs als gestern und hoffentlich morgen noch um ein Stückerl weiter. Hier ein paar – ungeordnete – Grundsätze aus meinem mobilen Leben. Sicherlich nicht alles Sachen, die jeder nachmachen kann / sollte …

• Ich vertraue in der Selbstständigkeit mittlerweile zu 100% meinem Bauchgefühl. Wenn das bei einem Kunden / Projekt / Menschen nicht passt, dann lasse ich sofort die Finger davon. Heute ohne Ausnahme. Auch wenn ich vermeintlich mal ein gutes Geschäft verpassen könnte.

• Ich muss ein Geschäft heute nicht unbedingt machen. Vielleicht ist morgen oder übermorgen ein viel besserer Zeitpunkt dafür. Zudem können Personen in Unternehmen wechseln. Die Geduld ist da in mir gereift.

• Ich schaue mir ausschließlich Sachen an, die mir Freude bereiten (würden). Und wenn ich damit dann auch ein bisserl Geld verdienen kann, dann macht es noch viel mehr Spaß :-)

• Ich habe gelernt NEIN zu sagen. Und kann mir das heute in der Selbstständigkeit auch leisten. Noch immer sehr zur Verwunderung mancher Gesprächspartner. Das Interessante daran: Ich verliere dadurch in Summe gesehen nichts. Im Gegenteil. Ich habe mehr Zeit für die angenehmen Sachen im Geschäftsleben. Die dann manchmal wieder in gute Geschäfte münden. Wenn nicht, dann genieße ich die gewonnene Freizeit, erspare mir unnötige Kilometer und zahlreiche Dinge, die mir ohnehin nicht taugen.

• Ich lasse – fast – nie negativen Stress an mich heran. Der positive Stress ist eh viel angenehmer und genügt vollauf, um auf Trab zu bleiben :-)

• Ich habe mir angewöhnt meistens gegen den inhaltlichen Strom zu schwimmen. Ich suche mir immer feine Nischen. Ich versuche entweder andere Themen zu finden oder anders darüber zu erzählen. Tagtäglich in der Mobility Lounge zu beobachten.

• Ich verwende immer die bestmöglichen, verfügbaren Werkzeuge, mit denen ich mich wohl fühle. Das spart nicht nur Zeit, sondern hebt auch den Spaßfaktor. Denn wenn ich mit Freude dabei bin, dann gelingt es auch gleich viel besser.

• Ich versuche, dass der Posteingang immer möglichst leer ist. Am allerliebsten ist mir, wenn gar nichts drinnen ist :-)

• Das soziale Leben kostet(e) mir zu viel Zeit und brachte/bringt mir persönlich gar nichts. Weder privat noch beruflich. Deshalb nutze ich schon länger kein Facebook mehr, kein Google+, kein Instagram, kein WhatsApp, kein Twitter und wie die Dinger alle so heißen. Versäum(t)e ich etwas? Offensichtlich nicht. Und wenn, dann geht es mir nicht ab.

• Ich setze Prioritäten, an die ich mich dann – fast immer – konsequent halte. Ich widme mich nicht Hundert Dingen gleichzeitig. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf eine Sache. Ging aber nicht von heute auf morgen. Das habe ich über einen längeren Zeitraum erlernt.

• Wichtiges und Dinge, die flott zu erledigen sind, mache ich sofort. Falls überhaupt relevant.

• Mein Büro ist dort, wo ich bin. Ich erledige Dinge dann, wenn sie aktuell und notwendig sind. Auch wenn mein Arbeitsplatz am Strand liegt. Was allerdings nicht ganz so einfach ist :-)

• Habe ich früher auch während meiner Kulinarik-Reisen / meiner Urlaube fleißig Geschichten veröffentlicht, so mache ich dies heute nicht mehr. Somit herrscht halt manchmal ein paar Tage Pause. Hat die Mobility Lounge deswegen weniger Besucher? Nein. Das ist halt ein riesiger Vorteil von Stammpublikum.

• Abschalten, auf Lautlos schalten, Pausen einlegen. Ganz wichtig!

• Ich lasse mich nicht von der Technik beherrschen – die Technik ist für mich da. Rufzeichen!

• Ich muss nicht jederzeit erreichbar sein – Stichwort Push-Benachrichtigungen. Wenn ich Zeit habe, dann sehe ich nach. Sonst lasse ich mich nicht mehr vom Klingeln und Blinken ablenken, unterbrechen. Tut gut.

• Meine Motto in einem Satz: Das Leben digital und real genießen!

Selbstständigkeit: Das Allerfeinste zum Schluss

Ich brauche keinen Urlaub, denn mein Job ist permanenter Urlaub. Diesen Spruch lasse ich gerne in Diskussionen los. Eine angenehme Sache, die allerdings nicht ohne massive Veränderungen zu schaffen ist. Zu probieren wäre das auf alle Fälle :-)

P.S.: Ich lebe seit 2001 zu 100% von pocket.at | Mobility Lounge. Sehr komfortabel sogar :-)

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