Ich habe mir Signal als Messenger genommen

Signal Messenger

Ich mag Facebook und deren Geschäftsgebaren nicht. Mir gehen zudem die Services dieser Firma überhaupt nicht ab. Somit mache ich etwas, was die Masse offenbar nicht will: Ich verzichte auf WhatsApp. Da ich aber doch wieder einen systemübergreifenden Messenger haben wollte, führte mein Weg zu Signal …

Ich verwende jetzt schon länger ein iPhone 6s. Einige Menschen, mit denen ich kommunizieren will, haben ebenso ein Smartphone mit dem Apfel. Dort läuft dort die Kommunikation über iMessage und FaceTime.

Zum Nachlesen: WhatsApp im Unternehmen – Konflikte mit der DSGVO!

Da aber die Mehrzahl doch ein Android-Smartphone verwendet, war es jetzt doch an der Zeit über einen systemübergreifenden Messenger nachzudenken. In die engere Wahl schlüpften Telegram, Threema (das kaufte ich mir vor Ewigkeiten) und Signal. Alle anderen habe ich beiseite geschoben. Entschieden habe ich mich für Signal. Das gefiel mir in Summe ganz gut. Zudem ist es quelloffen, frei erhältlich und es haben einige meiner Freunde und Bekannten schon als Zweit-Messenger am Smartphone oben.

Die wichtigsten Funktionen im Schnelldurchlauf

Die aktuellen Messenger unterscheiden sich von den Funktionen her ohnehin nur mehr in kleineren Details. Bei Signal schauen die wichtigsten Möglichkeiten so aus:

• Registrierung mit der vorhandenen Rufnummer – ohne PIN, Passwort oder Benutzername
• beim Abgleich des Adressbuchs werden alle Kontakte via Hash-Verfahren anonymisiert und danach die Hash-Werte wieder gelöscht
• Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – mit frei einsehbarem Verschlüsselungsverfahren
• Austausch von Nachrichten in Echtzeit
• kostenfreies Telefonieren
• Erstellen von verschlüsselten Gruppen – inklusive vertraulichem Teilen von Inhalten wie Fotos, Videos oder Dateien
• Entsperren der App per Fingerabdruck
unter Android lässt sich Signal auch gleich als SMS-App einsetzen

Als Hinweis: Signal lässt sich immer nur auf einem Smartphone unter einer Rufnummer verwenden. Es besteht die Möglichkeit der Nutzung am Computer, indem man diesen mit dem Smartphone verknüpft. Ich habe die App am iPhone oben.

Signal Messenger – mein Fazit

Ich bin bisher mit Signal als Messenger zufrieden. Die Zahl der Kontakte, die Signal nutzen, ist zwar überschaubar, aber sie wächst. Aber vielleicht ändert sich das ein bisserl, wenn – nicht unerwartet – Werbung in WhatsApp einzieht ;-)

3 Kommentare

  1. Ich habe letztens auch wieder gestöbert falls mein Sohn mal was für die Schule/Freunde benötigt.
    WA möchte ich verhindern.

    MUSS:
    + Online Status verbergen
    + Schreibt… Status verbergen
    + Gelesen Status verbergen

    SOLL:
    + keine Rufnummer zur Registrierung notwendig, wenn nicht dann siehe nächste Zeile
    + Kontaktregistrierung für andere nicht über Rufnummer sondern über (QR-)Code.

    Das kann alles Threema (ist aber kostenpflichtig).

    Alternativ gefällt mir SIMSme (gratis) von der Deutschen Post (hier ist aber eine Rufnummer notwendig. Die SIM-Karte kann aber nach Registrierung entfernt werden ;-) ).

    1. Threema wäre meine zweite Wahl gewesen. Das habe ich mir vor langer Zeit für Android gekauft. Wenn mein iPhone 6s irgendwann seinen Geist aufgibt, dann wechsle ich ohnehin wieder zu Android und dann werde ich neben Signal auch Threema wieder andenken.

  2. Hmm, die selben Überlegungen hab ich auch schon länger.
    Aber wenn ich umsteigen würde, dann auf einen dezentralisierten Messenger wie
    Matrix oder ähnliches.
    Z.B. über den Client Riot.im
    (für Android z.B. https://play.google.com/store/apps/details?id=im.vector.alpha).

    Bei einem zentralisierten System hat man daselbe Problem dann in ein paar Jahren wieder,
    zentrale Datensammlung und Verknüpungsmöglichkeiten zu einer Person, und die Daten lassen sich nett verkaufen.

    Wer weiss ob Signal dann im Ende doch nicht auch wieder bei Faceb… landet.

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