Herzfrequenz: Fitbit Charge 2 Fitness-Armband aufs Handgelenk geschnallt

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ich wollte mal ein Fitness-Armband mit Messung der Herzfrequenz probieren. Eines, das ich beim Gehen, Laufen, Fahrradfahren und im Fitnesscenter verwenden kann. Selbstverständlich minimalistisch und elegant. Meine Wahl fiel aufs Fitbit Charge 2 …

Ich mag keine Smartwatch am Handgelenk. Auch keine Apple Watch. Ich bevorzuge mechanische Uhren, von denen ich ein paar Exemplare habe und gerne wechsle – mein Favorit ist derzeit die Wundrwatch 24-Stunden-Einzeigeruhr. Somit ist ein Fitness-Armband meine einzige Wahl, da mich doch manch smarte Möglichkeit wie die Messung der Herzfrequenz interessiert.

Meine Wünsche an ein Fitness-Armband

• Es muss sich angenehm tragen lassen und mir optisch am Handgelenk gefallen.

• Das Gehäuse sollte aus Edelstahl und nicht aus Plastik sein.

• Es muss meine Herzfrequenz messen – als Richtwert, ohne die Genauigkeit eines Brustgurts.

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Ich bewege mich auf vielfältige Art und Weise. Ich gehe, ich laufe, ich fahre Rad, ich mache Krafttraining. Dafür sollen sich Daten aufzeichnen lassen. Damit ich Tendenzen, Fortschritte, Veränderungen ablesen kann. Absolute Genauigkeit ist dabei nicht oberstes Kriterium.

• Ich möchte unterwegs am Bildschirm des Armbands die allerwichtigsten Informationen sehen. Und wenige Benachrichtigungen vom Smartphone erhalten – z.B. Anrufe, SMS, Nachrichten.

• Ich will den Akku nicht täglich aufladen müssen. Einmal, maximal zweimal pro Woche wäre ein ungefährer Richtwert.

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Das Armband sollte auch – ein paar Tage – unabhängig vom Smartphone funktionieren.

• Ich muss das Armband selbst wechseln können. Damit ich den Tracker nicht wegwerfen muss, wenn das Armband beschädigt wird. Darüber hinaus mag ich es, wenn ich bei Farben, bei Materialien variieren kann.

• Die dazugehörige App am Smartphone muss zuverlässig funktionieren und möglichst minimalistisch gehalten sein.

Meine Wahl: Fitbit Charge 2

Ich habe mir ein paar Fitness-Armbändern angesehen und einige mir wichtigen Punkte verglichen. Herausgekommen ist, dass das Charge 2 von Fitbit meinen Wünschen am ehesten entspricht. Das hat es sich gut getroffen, dass das Teil bei Amazon (affiliate link) in einer Sonderaktion um 79 Euro angeboten wurde.

Überwinden mußte ich mich allerdings vor dem Kauf ob des Datenschutzes. Der Grund: Meine Daten werden auch in den USA gespeichert. Das akzeptiere ich mit ein bisserl ungutem Bauchgefühl. Denn seit dem Inkrafttreten der DSGVO bin ich da noch sensibler geworden.

Fitbit App am Smartphone

• Das ca. 21,5 mm breite Gehäuse ist aus chirurgischem, gebürsteten Edelstahl und gegen Schweiß, Regen sowie Spritzwasser geschützt. Da ich es beim Schwimmen ohnehin nicht tragen würde, ist dies für mich ausreichend. Zudem ist der Tracker leicht zu reinigen. Inklusive Originalband liegt das Gewicht bei ungefähr 36 Gramm.

• Das Standard-Armband aus Silikon ist flexibel, haltbar, leicht zu reinigen und fühlt sich bei Tragen ganz gut an. Die Schließe ist aus Edelstahl. Das Wechseln des Armbands klappt ganz einfach und es stehen im Handel einige Varianten zur Auswahl. Ich habe mir da gleich – um wenig Geld – zusätzliche Bänder gekauft. Zum Beispiel ein Swees Milanese mit Magnetverschluß (Amazon affiliate link) und ein Humenn Zwei-Farben-Silikon-Band (Amazon affiliate link).

• Der monochrome OLED-Bildschirm mißt 1.5″ in der Diagonale und ist über einen doppelten, festen Druck (nicht kapazitiv, sondern Erkennung über den Bewegungssensor) oder über den seitlichen Druckknopf (kurzer Druck = durchs Menü blättern, längerer Druck = Auswahl) zu bedienen. Die Ablesbarkeit im Sonnenlicht ist OK, aber nicht immer ausreichend. Einfach kurz die Hand vorhalten oder ein schattigeres Platzerl suchen. Für mich ist das kein Problem.

• Durch Tippen auf den Bildschirm oder Drücken des seitlichen Knopfs wird durch die Ansichten geblättert. Zum Beispiel Herzfrequenz, Training, Stoppuhr, Wecker, Benachrichtigungen, Batterie sowie Relax. Tippt man auf einen der Punkte, dann werden Details aufgerufen. Zum Beispiel bei der Herzfrequenz ein Wechsel zwischen dem aktuellen und dem Ruhepuls. Einstell- und sortierbar in der App.

Fitbit App am Smartphone

• Beim Antippen des Menüpunkts Aktivitäten stehen ein paar Sportarten zur Auswahl. Dazu gehören beispielsweise Radfahren, Ellipsentrainer, Laufen, Gewichte, Golf, Tennis, Wandern, Training sowie Intervall-Training. Beim Punkt Intervall-Training kann ich die Länge, die Zeit der Pause und die Anzahl der Wiederholungen einstellen. Eine Vibration weist auf Start und Ende hin. Eine praktische Funktion, wenn ich im Fitnesscenter bin.

• Mit einer Vollladung des fix verbauten Akkus ist eine Laufzeit von bis zu 5 Tagen drinnen. Abhängig von der Intensität der Nutzung. Geladen wird via USB-Kabel mit Ladeklemme. In maximal 2 Stunden sind 100% erreicht. Passt für mich.

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Im Tracker verbaut sind ein 3-Achsen Beschleunigungsmesser sowie ein Höhenmesser. Eine Verbindung zum Smartphone ist nur dann notwendig, wenn GPS-Daten erforderlich sind. Beispielsweise für Tempo und Streckenverlauf in Echtzeit. Der Vollständigkeit halber erwähnt: GPS saugt ordentlich am Akku des Smartphones.

• Erfasst / berechnet werden die gegangenen Schritte, die zurückgelegte Strecke, die bewältigen Stockwerke, die verbrannten Kalorien, die aktiven Minuten sowie die stündlichen Aktivitäten.

• SmartTrack heißt die Funktion, die eine automatische Bewegungserkennung ermöglicht. Allerdings dauert es dafür eine gefühlte Ewigkeit, bis die Erkennung wirklich funktioniert. Und die Werte (z.B. die zurückgelegten Kilometer beim Radfahren) weichen gravierend von der Realität ab. Aber ich kann eh alles manuell erledigen.

• Der interne Speicher reicht für bis zu sieben Tage Aufzeichnung – d.h. ich muss nicht dauernd synchronisieren.

• Wer mag, der kann sich daran erinnern lassen, dass es wieder Zeit für Bewegung ist. Das Ziel: 250 Schritte pro Stunde zu machen. Diese Funktion ist in der App einstell- und abschaltbar.

Fitbit App am Smartphone

Fitbit App am Smartphone

• Wenige Benachrichtigungen am Smartphone lassen sich auch am Bildschirm des Armbands – durch eine leichte Vibration – anzeigen. Dazu gehören Anrufe, Textnachrichten sowie Termine. Einzel (de)aktivierbar in der App.

• Was mir gefällt, dass ist die geführte Atemübung, die sich an der Echtzeit-Herzfrequenz orientiert. Das mache ich öfters zur Entspannung.

• Da ich beim Schlafen nichts am Handgelenk mag, habe ich die automatische Schlafaufzeichnung mit Schlafphasen deaktiviert.

• Die Uhr hat eine anpassbare Anzeige.

• Mit dabei ist ein Wecker mit Vibration, den ich für Erinnerungen verwende.

• Es ist eine Schnellansicht vorhanden, bei der sich der Bildschirm automatisch aktiviert, wenn ich den Tracker in Richtung Gesicht drehe. Das habe ich deaktiviert, da es mich stört und ich es sowieso nicht brauche.

• Im Laufe der Nutzung verdient man sich als Belohnung auch Abzeichen. Für mich nicht von Interesse, da ich das nicht als Motivation benötige.

Messung der Herzfrequenz

Mir ist klar, dass die Ergebnisse nicht an die eines – für mich unkomfortablen – Brustgurts herankommen. Denn die Genauigkeit wird von der Physiologie, Trageposition und Art der Bewegung beeinflusst. Da ich aber keinen Leistungssport betreibe, dienen mir die Daten lediglich als Richtwerte. Und somit genügt mir die Messung am Handgelenk.

Die Messung der Herzfrequenz erfolgt automatisch. Während eines Trainings im 1-Sekunden-Intervall, sonst alle 5 Sekunden. Berücksichtigt werden dabei die Herzfrequenz-Zonen Fettverbrennung, Kardio und Höchstleistung. Entweder man nimmt gleich die vorgeschlagenen Werte oder man legt sie selbst fest.

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Fitness-Armband Fitbit Charge 2 – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Was ich beim Workout mache: Ich trage das Armband etwas höher am Arm, da dort der Blutfuß stärker ist. Ich trage es nicht zu eng, damit das Blut schön zirkulieren kann.

App fürs iPhone & Android-Smartphones

Die – regelmäßig aktualisierte App – steht kostenfrei fürs iPhone und für Android-Smartphones bereit. Aber unbedingt vorher nachsehen, ob sie überhaupt mit dem Smartphone zusammenarbeiten will. Mein Xiaomi Mi A1 wäre beispielsweise nicht kompatibel gewesen. Man braucht die App allerdings nicht zwingend, da die Synchronisation (mit wenigen Abstrichen) auch über den Computer laufen kann.

Die Koppelung mit meinem iPhone klappt ruckzuck und problemlos. Die Übertragung erfolgt über Bluetooth 4.0 LE. Und gleich bei der ersten Verbindung machte der Tracker ein Update.

Fitbit Charge 2 – mein Fazit

Das Fitness-Armband sieht schick aus, die Materialen passen, die Möglichkeiten decken meine Wünsche ab. War für mich eine gute Investition, die mich künftig tagtäglich begleitet.

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