Elektrisch: Ninebot by Segway KickScooter ES2

Ninebot by Segway KickScooter ES2 | Foto © Segway

Vor ein paar Tagen erzählte ich euch über meinen neuen Pigeon Tretroller. Ohne elektrische Unterstützung, da ich unterwegs viel weniger Gewicht dabei habe. Ich werfe aber auch Blicke auf E-Scooter für Fahrten in Wien. Beispielsweise auf den Ninebot by Segway …

Segway ist sicherlich vielen von uns ein Begriff. Die bauen seit vielen Jahren interessante Fortbewegungsmittel mit elektrischer Unterstützung. Im Sortiment befinden sich auch zwei E-Kickscooter: ES1 und ES2.

E-Scooter – die gesetzliche Lage in Österreich

E-Scooter sind in der Straßenverkehrsordnung nicht explizit erwähnt. Sie fallen laut Behörde unter den Paragraphen 22d: “Ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug, dessen Antrieb dem eines Elektrofahrrads im Sinne des § 1 Abs. 2a KFG 1967 entspricht.” Das hießt wie beim E-Bike: bis zu 600 Watt und 25 km/h Maximalgeschwindigkeit. Ohne Kennzeichen, ohne Führerschein. Bei genauerem Interesse auf help.gv.at nachzulesen.

Ninebot by Segway KickScooter ES2 | Foto © Segway

Ninebot by Segway KickScooter ES2 | Foto © Segway

Ich kann demnach mit einem E-Scooter überall dort fahren, wo es auch Fahrräder dürfen. Allerdings muss er entsprechend ausgerüstet sein, um der Straßenordnung zu entsprechen: Bremsen vorne und hinten, Reflektoren (1x vorne weiß, 2x seitlich weiß oder orange, 1x hinten rot), Klingel. Auf Bürgersteigen in Österreich ist generell kein motorisiertes Fahrzeug erlaubt – somit darf nur ohne elektrische Unterstützung “getretrollt” werden.

Ein paar Hinweise: 25 km/h klingen jetzt nicht berauschend. Aber ob der kleinen Räder können Unebenheit in der Fahrbahn schnell zu Problemen führen. Und Stürze werden da nicht immer glimpflich ausgehen. Deshalb: Radhelm tragen. Zudem sollte man immer bremsbereit fahren, denn es gibt ja noch andere Verkehrsteilnehmer. Darüber hinaus schaden ein guter Gleichgewichtssinn und genügend Übung nicht.

Was der KickScooter ES2 so alles bietet

• Der Fahrer darf maximal 100 Kilogramm wiegen – schaffe ich ganz locker :-)

• Die Motorleistung liegt bei 300W (im Vorderrad untergebracht), die Maximal-Geschwindigkeit beträgt 25 km/h. Es stehen drei Fahrmodi bereit: Eco (5 km/h), Normal (15 km/h) sowie Sport (25 km/h).

• Auf die Waage bringt der E-Scooter ungefähr 12,5 Kilogramm. Da hat man schon ordentlich zu schleppen gegenüber den Kollegen ohne Akku, die so um die 4,5kg wiegen.

• Die – fest verbaute – Batterie hat eine Kapazität von 187Wh. Damit lässt sich eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern erzielen – selbstverständlich abhängig vom Gewicht des Fahrers, Temperatur, Fahrweise, Untergrund, … Die Ladezeit – an der Steckdose – liegt bei bis zu 3,5 Stunden. Auf Wunsch kann ein zweiter Akku (kostet ungefähr 200 Euro) genutzt werden, was dann die Reichweite auf bis zu 45 Kilometer erhöht. Zum Anfahren ist manuelle Treten notwendig, danach geht’s kontinuierlich elektrisch weiter.

• Die Abmessungen betragen 102x43x113 cm bzw. 113x43x40 cm (One-Touch-Faltsystem).

• Der Alu-Rahmen ist gegen Sprühwasser geschützt – nach IP54. Bei Nässe / Regen ist er ohnehin nicht zu empfehlen.

• Der maximaler Steigungswinkel wird mit 10° angegeben.

• Die Reifengrößen betragen 20cm (vorne) bzw. 19,2cm (hinten). Montiert sind feste, wartungsfreie Reifen. Sowohl vorne als auch hinten gibt’s eine Stoßdämpfung.

• Das Trittbrett ist 50×15 cm groß – mit groben Gumminoppen für einen stabileren Stand.

• Es ist sowohl eine elektrische Bremse mit ABS als auch eine mechanische Bremse vorhanden. Inklusive kinetischem Energierückgewinnungssystem.

• Verbaut sind LED-Leuchten (vorne und hinten) sowie ein Umgebungslicht (16 LEDs) mit Anpassung der Lichtfarbe.

• Bequeme Menschen werden den Tempomat mögen.

• Angebracht ist ein kleiner Seitenständer zum Abstellen des Tretrollers.

• Auf der fix montierten LED-Anzeige sieht man Fahrgeschwindigkeit, Bluetooth-Verbindung, Power Modus sowie Ladezustand (in 25%-Schritten).

Das Einsteigermodell KickScooter ES1 unterscheidet sich vom ES2 in folgenden Punkten: weniger Motorleistung (250W), geringere Maximalgeschwindigkeit (20 km/h), weniger Gewicht (11,3kg), keine Hinterrad-Stoßdämpfung, kein Umgebungslicht sowie keine LED-Rückleuchten. Dafür ist er um 100 Euro günstiger in der Anschaffung.

Bluetooth und die App am Smartphone

Via Bluetooth verbindet sich der KickScooter mit der App am Smartphone. Diese ist kostenfrei fürs iPhone und für Android-Smartphones erhältlich. Geboten werden beispielsweise folgende Funktionen:

• “Wegfahrsperre” als Diebstahlschutz aktivieren
• Verwaltung der Begrenzung Geschwindigkeit, Tempomat sowie Beleuchtung
• Diagnosen über den Fahrzeugzustand
• Statistiken
• Firmware-Updates
• Informationen, wie ich den Scooter fahre
• Freunde in der Nähe finden, an Wettbewerben teilnehmen, Rang verdienen

Ninebot by Segway KickScooter ES2 – mein Fazit

Klingt gut für mich und somit steht der ES2 auf meiner Liste der E-Scooter, falls ich in Wien künftig auch elektrisch unterwegs sein will.

Bei Interesse: Der UVP liegt bei 599 Euro, der Straßenpreis darunter.

P.S.: Eine Alternative wäre auch der Xiaomi MI M365 E-Scooter. Ist fast identisch (hat z.B. Luftreifen statt Gummi, kein Display, Scheibenbremse), nutzt ebenso die Ninebot-App und kostet ungefähr 400 Euro.

2 Kommentare

  1. Kurt 8. November 2018

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