It’s American Press – eine reinigungsfreundlichere Variante der French Press

Foto © It's American Press

Foto © It’s American Press

Ich bereite daheim Kaffee auf viele Arten zu und besitze dafür eine stetig wachsende Sammlung an unterschiedlichen Zubereitern. Ich habe u.a. eine French Press von Hario, die ich aber seltener verwende. Da mir die Reinigung danach auf den Keks geht. Das ist bei der It’s American Press anders und somit haben ich einen Blick darauf geworfen …

It’s American Press ist eine Stempelkanne. Allerdings mit einem entscheidenden Vorteil gegenüber French Press: Die Reinigung danach ist viel angenehmer. Denn der Kaffeesatz ist fein säuberlich vom Kaffee getrennt. Aber der Reihe nach.

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Foto © It’s American Press

Die Bestandteile des Systems

• doppelwandiger Behälter aus Kunststoff (Tritan) – bruchsicher & BPA-frei – es passen bis zu 400ml hinein

• Kaffeekammer aus Kunststoff – auf beiden Seiten mit einem feinmaschigen Edelstahlfilter und unten mit einer Dichtung aus Silikon

• Press-Stempel

So schaut die Zubereitung aus

Als flotte Beschreibung: Den gemahlenen Kaffee in die Kammer geben, Wasser in den Zylinder füllen, den Stempel pressen und genießen. In der Langfassung liest sich das so:

• Das – frisch gemahlene – Kaffeepulver in die Kaffeekammer geben. Als Richtwert: 20 bis 24 Gramm bei mittlerem Mahlgrad (etwas feiner als bei French Press). Als Faustregel: Je feiner, desto eher hält der Metallfilter die Partikel zurück.

• Wasser aufkochen. Hier lässt sich auf Wunsch mit der Temperatur experimentieren. Ich fülle das Wasser nach dem Abschalten des Wasserkochers immer in eine Schnabelkanne an. Damit kühlt es sich ein wenig ab und passt dann vom Grad her.

• Das heiße Wasser in den doppelwandigen Zylinder einfüllen, bis er voll ist. Das sind dann 355ml. Auch hier lässt sich mit der Kaffeemenge und der verwendeten Menge Wasser (sprich Ratio) variieren.

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Foto © It’s American Press

• Das Kaffeepulver für die gewünschte Zeit im Wasser stehen lassen. Das heißt: Den Presskolben so lange hineindrücken, bis die Kaffeekammer mit Wasser voll ist und dieses nach oben austritt. Das nennt man Pre-Infusion. Der Sinn: Damit das Pulver satt befeuchtet wird. Als Richtwert: 30 Sekunden lang. Auch hier lässt sich experimentieren. Die Faustregel: Je länger, desto stärker wird danach der Kaffee.

• Jetzt beginnt das langsame Pressen des Stempels bis ganz nach unten – wie bei der French Press. Hier lässt sich mit der Zeit spielen. Als Richtwert: 60 bis 90 Sekunden sollte dieser Vorgang dauern. Die Faustregel: Je länger, desto stärker wird danach der Kaffee.

• Den fertigen Kaffee aus der Kanne gießen, damit er nicht weiter extrahiert und bitter wird. Kleiner Zusatztipp: Wenn trotzdem winzige Partikel in der Kanne sind, dann nicht den kompletten Inhalt ausgießen, sondern einen Schluck drinnen lassen.

• Die Reinigung danach ist simpel und flott erledigt. Kaffeesatz in den Biomüll oder Kompost. Alle Einzelteile lassen abspülen. Ich bevorzuge da immer die Handwäsche. Hinweis: Metallteile werden sehr heiß. Also aufpassen beim Angreifen und vorher abkühlen lassen.

It’s American Press – mein Fazit

Ich habe mir überlegt, ob ich mir die It’s American Press kaufen sollte. Da ich bei Filterkaffee aber mit Kalita, Hario V60 und Chemex vollauf zufrieden bin, habe ich die Stempelkanne vorerst auf meine Wunschliste gestellt. Vielleicht lege ich sie mir künftig – aus purer Neugierde – doch zu. Denn das gute Stück ist nicht billig. Kostet z.B. bei Elephant Beans aus Deutschland ungefähr 74 Euro inklusive Versand nach Österreich.

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