Knallig in Gelb: Pigeon – mein minimalistischer Scooter

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kürzlich habe ich euch die Geschichte “So ein Tretroller ist für mich ganz nützlich” erzählt. Jetzt habe ich mir solch einen Scooter gekauft. Einen, der sich optisch aus der Masse hervorhebt und an Minimalismus kaum noch zu unterbieten ist …

Ich wollte einen außergewöhnlichen Scooter. Einen, der anders aussieht. Einen, der Purismus ausstrahlt. Einen, der sich für den Transport schnell zusammenklappen lässt. Einen, der unter 5 Kilogramm wiegt. Fündig wurde ich bei Citybirds aus Litauen. Da mir der urleiwande Raven mit ungefähr 660 Euro doch zu teuer war, entschied ich mich für deren Pigeon.

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wo darf ich mit dem Pigeon rollen?

Der Pigeon ist wie jeder andere Tretroller / Trittroller / Scooter (ohne elektrischer Unterstützung) laut HELP.gv.at ein “fahrzeugähnliches Kinderspielzeug”. Das heißt: Ich darf damit zum Beispiel am Gehsteig, in Fußgängerzonen sowie in Wohn- oder Spielstraßen fahren. Also genau dort, wo ich rollen will. Selbstverständlich gemütlich und jederzeit anhaltebereit.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

• Der Rahmen ist aus rostfreiem Stahl. Die Abmessungen betragen 630x372x955 mm, gefaltet sind es 89x234x965 mm. Das Gewicht liegt bei weniger als 4,7 Kilogramm. Somit locker tragbar. Und zur Stabilität habe ich Vertrauen.

• Der Klappmechanismus ist simpel und funktioniert in der Praxis pipifein. Ein integrierter Magnet hält dann zusammengeklappt alles zusammen, damit beim Tragen – z.B. über der Schulter – nichts passiert. Zudem kann er aufrecht am Vorderrad gerollt werden.

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Das 66mm breite und 461 mm lange Trittbrett (also nicht übermäßig groß) besteht aus massivem Sperrholz. Im hinteren Teil der Platte ist ein Metallteil integriert, das zum Betätigen der Hinterrad-Bremse dient. Die Tragkraft ist mit maximal 100 Kilogramm angegeben – da habe ich somit noch reichlich Luft nach oben :-)

• Die Bremskraft definiere ich als bescheiden. Wenn ich gemütlich eben dahinrolle, dann reicht die Verzögerung aus. Wenn es ganz leicht bergab geht, dann muss ich schon fast mein ganzes Körpergewicht einsetzen. Da wird die Bremse dann aber hurtig sehr heiß. Mehr als ganz leicht abwärts fahre ich damit nicht, denn dann wird es mir zu sturzgefährdet.

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Die Reifen sind gummiert. Am Vorderrad beträgt der Durchmesser 200 mm, beim Hinterrad sind es 147 mm. Da ich damit zu 99.9% auf Asphalt in der Stadt fahre, ist dies ausreichend dimensioniert. Komfort ist – wie erwartet – nicht vorhanden.
Aus dem Handbuch: “Nach jeweils 500 Kilometer Fahrt müssen die Räder durch neue Originalräder ersetzt werden.” Das kann man selbst erledigen.

• Pfiffig ist die Lenkstange. Einfach den Verschluß aufdrehen und das Holzteil herausnehmen. Das schafft Platz für Individualisierungen – wenn dies gewünscht ist. Als Hinweis: Der Lenker ist nicht höhenverstellbar. Bis 1,90 Meter Körpergröße sollte es so halbwegs passen.

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

• Es stehen mehrere Farben zur Auswahl: Blau, Weiß, Grün, Gelb, Pink, Orange. Aber leider sind nicht alle Varianten lieferbar. Da Orange – mein Favorit – nicht verfügbar war, habe ich Gelb genommen. Auch eine auffällige Erscheinung.

• Als optionales Zubehör stehen eine Tragetasche und ein Tragesack bereit. Jeweils in mehreren Farben – sofern lieferbar. Da der Sack mit ungefähr 20 Euro nicht übertrieben teuer war, nahm ich gleich einen dazu – in Orange.

Citybirds Pigeon Scooter - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Citybirds Pigeon Scooter – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Pigeon Scooter – mein Fazit

Der Pigeon erfüllt bisher meine Erwartungen an einen Tretroller ohne elektrischer Unterstützung. Ich bin damit gerne – langsam auf halbwegs ebener Fahrbahn – unterwegs. Und da ich auf einem Hügel wohne, ist das Bergauf-Treten wie ein Besuch im Fitnesscenter.

Bei Interesse: Der UVP für den Pigeon Scooter liegt bei ungefähr 210 Euro – inklusive flottem UPS-Versand nach Österreich. Zu bestellen direkt im Webshop von Citybirds. Ich nutzte eine Aktion und bezahlte inklusive Sack ungefähr 170 Euro mit Lieferung nach Wien. Das war mir das fesche Vergnügen wert :-)

eine Antwort hinterlassen