Tröd: Ich habe einen Blick aufs Microblogging-Service Mastodon geworfen

Elefanten-Wallpaper - Foto © Mastodon

Elefanten-Wallpaper – Foto © Mastodon

Nachdem mich weder Facebook, Twitter, Google+, Instagram, Pinterest & Co. interessieren und ich dort schon länger nicht mehr dabei bin, machte mich kürzlich ein Bekannter auf Mastodon aufmerksam. Das ist ein Microblogging-Service, das der Community gehört und keinem Unternehmen dient. Da ich eh schon länger nichts mehr in dieser Richtung probierte, habe ich mich bei diesem sozialen Netzwerk probeweise angemeldet …

Was ist Mastodon? Mastodon ist ein soziales Netzwerk, das aus unabhängigen Servern, Instanzen genannt, besteht. Ähnlich aufgebaut wie Twitter (von der Optik her erinnert es mich an Tweetdeck), allerdings Open Source (freie, quelloffene Software) und dezentral organisiert. Damit gehört es keinem Unternehmen, sondern der Gemeinschaft. Verteilt auf viele unterschiedliche Server. Ich kann entweder selbst eine Instanz betreiben (mit etwas technischem Wissen) oder mich bei einem der zahlreichen bestehenden Instanzen anmelden. Bei der Kommunikation bin ich danach nicht gebunden, wo ich angemeldet bin, sondern ich kann mit allen Mastodon-Nutzern interagieren. Ich könnte mich sogar bei mehreren Instanzen anmelden. Sollte der gewünschte Benutzername auf einer Instanz schon vergeben sein, dann einfach bei einem anderen Server probieren.

Mastodon

Das Allerwichtigste: Es gibt keine Werbung, es gibt kein Tracking und es steht optional eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (die ich sofort aktivierte) bereit. Wer das Projekt unterstützen will, der kann spenden und/oder Sponsor werden.

Die wichtigsten Sachen im Überblick

• Pro Beitrag – Toots oder übersetzt Tröts genannt – sind bis zu 500 Zeichen möglich. Mit den ergänzenden Möglichkeiten Bilder hochzuladen, Sichtbarkeit-Einstellungen zu ändern und Inhaltswarnungen hinzuzufügen. Die Beiträge können öffentlich oder privat sein.

• Mit der Suchfunktion lassen sich Leute finden (für Personen auf anderen Instanzen sind die vollständigen Profilnamen notwendig) und mit Hashtags Beiträge suchen.

• Mein Profil kann ich jederzeit bearbeiten. Beispielsweise den Namen, das Foto, das Kopfbild oder die Beschreibungen. Hier werden auch manch andere Einstellungen getätigt – z.B. Sicherheit und Benachrichtigungen.

• Auf der Startseite sehe ich die Beiträge von Leuten, denen ich folge.

• Wenn jemand mit mir interagiert, bekomme ich eine Mitteilung.

• Die lokale Zeitleiste zeigt mir alle Beiträge von Leuten, die auf meiner Instanz daheim sind. Die föderierte Zeitleiste zeigt Beiträge von Leuten, denen auf meiner Instanz gefolgt wird. Zusammen sind sie die öffentliche Zeitleiste – ein Weg, um neue Leute zu finden. Die Anzeige ist immer chronologisch.

• Für die Kommunikation sind die üblichen Funktionen vorhanden. Beispielsweise Antworten, Teilen, Erwähnen, Folgen, Favorisieren, Stummschalten, Blockieren, Direktnachrichten, Listen, Einbetten (z.B. im Blog), …

Im Web und via Drittanbieter-Apps

Angemeldet habe ich mich gleich bei mastodon.social vom Initiator Eugen Rochko sein. Wie vorhin bereits erwähnt: Es ist egal, wo man sich anmeldet.

Mastodon läuft im Web. Darüber hinaus gibt ein paar Drittanbieter-Apps für die unterschiedlichen Betriebssysteme. Ich probierte das Service im Browser am Notebook sowie am iPhone (via der Amoroq App von John Gabelmann).

Mastodon – mein Eindruck

Ich habe Mastodon eine Weile lang  ausprobiert aber bald entscheiden, dass ich mich wieder abmelde. Es gab leider keine Beiträge, die mich interessierten oder Personen, denen ich folgen wollte. Von der Idee her selbst hat es mich angesprochen.

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