Digitaler Assistent am Smartphone: Google oder Alexa – das war für mich die Frage

Google Assistant am Smartphone

Da ich mich jetzt entschieden habe, zukünftig am Smartphone doch einen digitalen Assistenten zu beschäftigen, lautete die Frage: Alexa von Amazon oder Google Assistant? …

Bei digitalen Assistenten geht um unsere persönlichsten Daten, die danach von den beiden amerikanischen Unternehmen um Milliarden von Dollar weiterverkauft werden. Denn es gibt bekanntlich nichts kostenlos – wir bezahlen teuer dafür. Verkauft wird uns dies mit mehr Benutzererlebnis. Ich geh mal in den Keller lachen. Wie dem auch sei: Wir werden immer mehr zum gläsernen Menschen. Ob wir das nun wollen oder nicht. Ganz brutal behauptet: Egal, ob wir nun aktiv mitmachen oder nicht. Aus meiner Sicht dreht sich alles nur mehr darum, wie ich damit sinnvoll umgehe.

Auf der Suche nach dem geringeren Quälgeist

Ich bin mit Raumschiff Enterprise aufgewachsen und deshalb ist mir das Plaudern mit dem Computer schon lange vertraut *grins. Aber es geht mir ausschließlich um den persönlichen Nutzen. Deshalb war die Entscheidung zwischen dem Google Assistant und Alexa von Amazon nicht so leicht. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Ich sehe das so: Es war eine Suche nach dem geringeren Übel. Manche Blogger bezeichnen es provokant als Wahl zwischen Pest und Cholera. Nach meinen Daten gieren beide – was selbstverständlich auch für Apple & Siri (damit kann ich mich am iPhone bis heute nicht so richtig anfreunden) gilt. Es geht mir darum, was sie mit meinen persönlichen Informationen machen. Und um das auch gleich klar zu sagen: Ich würde dafür lieber mit Geld statt meinen Daten bezahlen.

• Google nutzt meine Daten hauptsächlich dafür, um mir personalisiertere Werbung zu liefern. Dagegen bin ich eh immun und oft sehe ich sie dank Ad Blocker gar nicht. Somit schob ich das in der derzeitigen Form und für meine aktuell genutzten Google-Services gleich auf die Seite. Liegt aber auch daran, dass mich YouTube nicht interessiert. Denn dort soll einem die Werbung mittlerweile überrollen, wenn man nicht für Premium bezahlt.

• Amazon hingegen will mir dauernd etwas aktiv verkaufen. Die – nervende – Werbung dafür nimmt immer stärker zu. Zum Beispiel die Vielzahl an “gesponserten Produkten” im Shop oder die permanenten (Eigen)Werbungen bei Amazon Prime – obwohl ich dafür bezahle. Aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Entscheidung: Google Assistant

Ich habe Google und Amazon ausprobiert. Beide erfüllen meine Anforderungen. Beide unterstützen – aus heutiger Sicht – meine genutzten Services. Da mich Google in Summe weniger nervt und eh schon mehr über mich weiß, als ich selbst, habe ich mich für den Google Assistant entschieden. Da mich mein Weg künftig wieder vom iPhone zu einem Smartphone mit Android führt, spielte die feine Integration ins Betriebssystem ebenso eine gewisse Rolle. Aber: Meine Entscheidung ist allerdings nicht in Stein gemeißelt.

Derzeit verwende ich den Google Assistant ausschließlich auf meinem Xiaomi MI A1, das ich neben dem iPhone nutze. Ohne irgendein ergänzendes Home-Gerät. Da warte ich ab, was sich in den nächsten Monaten so entwickelt, bei uns angeboten wird und ich/wir daheim brauchen könnte(n). Wenn da etwas passt, dann wird spontan entschieden. Es pressiert auch nicht, denn meine Triangle Elara als Lautsprecher zum Genießen von Musik werden noch lange nicht ersetzt.

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