Ja sou – unser kulinarisches Wochenende in Thessaloniki

Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Die für heuer letzte Kulinarik-Städtereise machte ich zusammen mit meiner Frau. Das Ziel war diesmal Thessaloniki. Unser erster Besuch in der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Um landestypische Kulinarik zu genießen. Und um Kaffee zu schlürfen …

Flug, Transfer & Unterkunft

Geflogen sind wir mit Austrian. Da haben wir ein preiswertes 89-Euro-Ticket (pro Person für Hin- und Rückflug) bekommen. Mit gemütlichen Flugzeiten: Freitag um 12:35 Uhr hin, Sonntag um 16:00 Uhr retour. Die Flugdauer: knapp zwei Stunden. Vom Makedonia Airport ins Hotel nahmen wir den öffentlichen Bus X1. Der fährt alle 30 Minuten, die Fahrt dauert ungefähr 50 Minuten und kostet 2 Euro pro Person.

Frühstück aufs Zimmer / Monogram Hotel Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Frühstück aufs Zimmer / Monogram Hotel Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Da wir nur zwei Nächte blieben, haben wir in einem 4-Stern-Hotel gebucht. Im zentral gelegenen Monogram Hotel. Fürs moderne, große Twin Bed Room bezahlten wir ungefähr 200 Euro – inklusive Frühstück (aufs Zimmer) & Government Tax. Preislich akzeptabel und wir haben uns dort pudelwohl gefühlt.

Sehenswürdigkeiten – vom Waterfront bis hinauf nach Ano Pilo

Angesehen haben wir uns ein paar Stadtteile wie Ladadika und Ano Pilo, die lange Uferpromenade sowie viele Sehenswürdigkeiten. Beispielsweise das königliche Theater, die Hagia Sophia, das archäologische Museum, den weißen Turm, den Galeriusbogen, die Rotunde, …

Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

die Platia Aristotelous, das römische Forum, die byzantinische Basilika Hagios Demetrios, die byzantische Kirche Panagia Chalkeon, das Vlatadon Kloster, den Trigoniuo Turm, die Schirmskulpturen, die Festung Heptapyrgion und noch so manches mehr.

Unser kulinarischer Streifzug

Die Liste der Lokale war wieder prall gefüllt. Da habe ich beim Recherchieren im Web zahlreiche Anregungen von “locals” notiert. Und beim Flanieren in der Stadt haben wir noch jede Menge weitere Restaurants entdeckt. Ob des kurzen Aufenthaltes mußten wir deshalb leider ordentlich selektieren.

Typisch griechisches Abendessen im Full tou Meze

Für erste Abendessen besuchten wir das Full tou Meze in der Katouni 3, ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Ein urleiwandes Lokal (drinnen und draussen), das uns mehrfach empfohlen wurde.

Full tou Meze in Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Full tou Meze in Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Da wir einen Riesenhunger hatten bestellten wir uns:

• Trilogie Dips – Tzatziki, Tirokafteri, Taramosalata
• gegrillte Melanzani – mit Feta und Walnußkernen
• Rolls von frischer Spinatlasagne
• Muscheln Saganaki – mit Feta
• Yulbasi von Smyrna (geschmortes Lamm / Rind / Schwein)

Full tou Meze in Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Full tou Meze in Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Und dazu ein Beptina Lager Bier sowie ein großes Mineral. Plus eine Nachspeise aufs Haus. Machte 40 Euro inklusive Trinkgeld. Ein perfektes Abendessen!

Auf einen Cocktail in der Menta Cafe Bar

Nach dem großartigen Abendessen gönnten wir uns noch einen Kaffee und einen Cocktail (Summer Negroni) im Menta (Komninon 20). Eine gemütliche Café Bar.

Cocktail in der Menta Cafe Bar / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Cocktail in der Menta Cafe Bar / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Schön, wenn man Mitte November abends noch im Freien seinen Drink genießen kann.

Zwei Cappuccini im Container Art Cafe

Auf dem Weg zur Festung Heptapyrgion, gleich neben dem römischen Forum in der Filippou 37 befindet sich das Container Art Cafe. Ein kleines Lokal mit schönen Bildern an der Wand.

Cappuccino im Container Art Cafe / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Cappuccino im Container Art Cafe / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wir gönnten uns zur Stärkung zwei – ausgezeichnete – Cappuccini.

Ausgezeichnetes Souflaki bei Derlikatessen

Als Empfehlung für “das beste” Souflaki in der Stadt, wurde uns das Derlikatessen in der Ioanni Kouskoura 7 genannt. Fast wären wir daran vorbeigegangen, denn so klein ist das Imbisslokal. Und davor eine Menschentraube, die alle bestellen wollten.

Souflaki im Derlikatessen / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Souflaki im Derlikatessen / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wir stellten uns brav an, was sich auszahlen sollte. Genommen haben wir zweimal “The Duet” (mit Schwein und mit Huhn), ein Mineralwasser und ein großes Fix Bier vom Faß. Zusammen und 10 Euro geradeaus. Köstlich!

Kaffee vom Allerfeinsten – Kafé Passion

Beim Flanieren entdecken wird das moderne, ganz neue Kafé Passion in der Alexandrou Svolou 16. Unter dem Motto “le must du café” wird hier die Leidenschaft zum Kaffee voll ausgelebt. Das beginnt schon bei den zahlreichen Mühlen, die mit Bohnen beispielsweise aus Kolumbien, Äthiopien, Mexiko, Panama, Indien, Guatemala, Costa Rica, Kamerun, Kenya, … gefüllt sind.

Kafé Passion / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kafé Passion / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Als Fans von Cold Drip stehen überall verschiedene Kreationen dieser “Tröpferlmaschinen” herum. Es riecht nach frisch gerösteten Bohnen und man legt großen Wert auf eine optisch ansprechende Präsentation. Das war eines der allerbestes Kaffeelokale, die ich je besuchte.

Kafé Passion / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kafé Passion / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wir bestellten uns – auf Empfehlung vom Barista – einen Espresso (Bohnen aus Costa Rica) und einen Filter (Bohnen aus Kenia). Ohne jetzt zu übertreiben. Das war der g’schmackigste Filterkaffee, der meinen Gaumen je passiert. Wenn es Kafé Passion in Wien geben würde, dann würde ich dort “leben”.
Weil es so gut war, kamen wir gleich ein zweites Mal. Diesmal auf Cappuccini.

Süßes in der Albeta Mediterranean Bakery

Da wir Gusto auf eine kleine Süßigkeit hatten, besuchten wir die Albeta Mediterranean Bakery. Eine sehr nette Bäckerei, die eine Vielzahl an hausgemachten Köstlichkeiten anbietet.

Albeta Bakery / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Albeta Bakery / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Wir bestellten uns eine Mandelcreme mit Crispie. Hat ausgezeichnet gemundet.

Dolmadakia & Moussaka im Zithos

Fürs zweite Abendessen wählten wird das Zithos in der Katouni 5, gleich gegenüber vom Full to Meze. Ein Bierlokal, wo man auch gut essen essen kann. Wir bestellten uns Dolmadakia (butterweich), Moussaka (herrlich gewürzt) und einen gegrillten Oktopus.

Domadakia im Zithos / Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Domadakia im Zithos / Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Dazu ein Mythos Lager Bier vom Fass und ein großes Mineral. Hat alles gemundet und kostete zusammen 34 Euro inklusive Trinkgeld.

Peaberry | The Blue Cup | Ergon Agora

Besuchen wollten wir uns drei weitere Lokale. Die hätten uns getaugt, waren aber entweder “pumpvoll” oder geschlossen (weil Sonntag):

Peaberry in der Agias Theodoras 10 – viele Kaffeespezialitäten, zubereitet auf mehrere Arten

The Blue Cup in der Salaminos 8 & Likourgou 3 – Coffee Roaster & Cocktail Bar

Ergon Agora – Lokal und Geschäft in der Pavlou Mela 42 – traumhaftes Ambiente mit verlockend aussehenden Delikatessen.

Flotter Espresso bei dolce

Da wir vor der Fahrt zum Flughafen noch auf den X1 Bus warten mussten, kehrten wir noch auf einen flotten Espresso ins dolce (all day coffee bar) direkt am Aristoteles Platz ein.

Espresso im dolce/ Thessaloniki - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Espresso im dolce/ Thessaloniki – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ein Lokal mit liebevoller Einrichtung, vielen hausgemachten Köstlichkeiten (Süßes) und Bohnen von Buondi Caffè.

Thessaloniki – unser Fazit

Thessaloniki ist eine leiwande Stadt am Meer mit freundlichen Menschen, viel Geschichte, Hunderten Lokalen, ausgezeichnetem Essen und gutem Kaffee. Es war ein rundum gelungenes Wochenende. Jederzeit gerne wieder.

4 Kommentare

  1. Günther Rumesberger 13. November 2018
  2. Leo 13. November 2018
    • Helmut Hackl 13. November 2018

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