Filterkaffee: Wiener Rösthaus – Bohnen aus Äthiopien, Kenia, Bolivien & Papua Neu Guinea

Filterkaffee vom Wiener Rösthaus - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Filterkaffee vom Wiener Rösthaus – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Vor über zwei Jahren war ich erstmalig im Wiener Rösthaus. Im Lokal im Prater. Jetzt besuchte ich das Geschäft im Neunten, um ein paar Sorten für Filterkaffee zu kaufen …

Wie mir erzählt wurde, röstet das Wiener Rösthaus alle Kaffees nach der alten Wiener Tradition, welche einen bestimmten Röstgrad der Bohnen vorsieht. Diesen könnte man zwischen einer “klassischen” Filter- und einer Espresso-Röstung sehen. Das Ziel bei diesem Langzeitröstverfahren: Einen Kaffee zu erzeugen, der einerseits geschmacklich überzeugt, aber auch gesund für Magen und Kreislauf ist. Das wird u.a. durch den Abbau schädlicher Säuren erzielt.

Das Angebot im Überblick

• sortenreine Kaffees aus Afrika (Äthiopien, Kenya), Asien (Indonesien, Indien), Zentralamerika (Guatemala, Costa Rica, El Salvador), Südamerika (Brasilien, Kolumbien, Peru)

• Raritäten zum Beispiel aus Thailand, Ecuador, Uganda, Kuba, Papua Neu Guinea

• Edelkaffees wie Whiskykaffee aus Österreich, Hawaii Kona, Jamaica Blue Mountain, Panama Geisha, Kopi Tongkonan Toraja Gunung Sesean

Da ich gerne Filterkaffee trinke, habe ich mich beraten lassen. Folgende Sorten (alle 100% Arabica) wurden mir empfohlen und somit habe ich sie mir für daheim gekauft.

Ethiopia Bench Maji Waldkaffee

Dieser Kaffee wächst noch so, wie Kaffee ursprünglich gewachsen ist: im Urwald, in einem Naturschutzgebiet. Als Filter zubereitet kommt er dominant mit erdigen, schokoladigen Noten zum Tragen. Im Abgang ist dann eine leichte Fruchtnote zu schmecken. Diese ist aber sehr dezent im Hintergrund, rundet das Geschmackserlebnis aber gut ab.
Der Preis: 17 Euro fürs 500g-Bohnensackerl.

Ethiopia Bench Maji Waldkaffee vom Wiener Rösthaus - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Ethiopia Bench Maji Waldkaffee vom Wiener Rösthaus – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kenya Ndurutu

Dieser Kaffee ist säurebetont, eignet sich also wunderbar für die Zubereitung im Filter. Im Gegensatz zum äthiopischen Kaffee (den ich auch sehr gerne handfiltere), ist dieser ausschließlich fruchtig mit beerigen Noten.
Der Preis: 9,50 Euro fürs 250g-Bohnensackerl.

Kenya Ndurutu vom Wiener Rösthaus - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Kenya Ndurutu vom Wiener Rösthaus – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Bolivien Cafe de Frontera

Der neueste Kaffee des Wiener Rösthaus ist zugleich auch einer meiner persönlichen Favoriten für den Filter. Zu Beginn mit schokoladigen und fein würzigen Noten. Im Abgang folgt dann ein leichter, fruchtiger Unterton.
Der Preis: 12,50 Euro fürs 250g-Bohnensackerl.

Bolivien Cafe de Frontera vom Wiener Rösthaus - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Bolivien Cafe de Frontera vom Wiener Rösthaus – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Papua Neu Guinea PSC – A/X

Dieser Kaffee ist geschmacklich ein klassischer Alltagskaffee. Er ist sehr in seinen schokoladig nussigen Noten ausgewogen. Diese werden schön abgerundet mit einer leichten Süße.
Der Preis: 9,60 Euro fürs 250g-Bohnensackerl.

Papua Neu Guinea PSC vom Wiener Rösthaus - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Papua Neu Guinea PSC vom Wiener Rösthaus – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Zwei Extratipps für die Zubereitung

Für die Zubereitung wurden mir zwei Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, die ich selbstverständlich umsetzte. Es geht ja schließlich um den bestmöglichen Geschmack:
• Pro Liter Wasser ungefähr 70 Gramm Bohnen frisch mahlen.
• Mit einer Wassertemperatur zwischen 93° und 95° aufgießen. Den Kenya sogar von 90° bis 92°, damit sich nicht allzu viele Bitterstoffe lösen und die fruchtigen Noten in den Vordergrund treten.

Kaffee vom Wiener Rösthaus – mein Fazit

Alle vier Sorten sind sehr fein im Geschmack und haben als Filterkaffee meinem Gaumen gemundet. Mein Favorit ist der Cafe de Frontera aus Bolivien, knapp gefolgt vom Kenya Ndurutu. Da wird wohl bald Nachschub geholt.

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