Meine Wortspende zu Apple Pay, Google Pay & Co.

Erste BankCard Micro - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge
Erste BankCard Micro – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Die Bezahlung in Geschäften und online hat sich stark gewandelt. War das “gestern” ausschließlich mit Banken verbunden (Bargeld, Bankomat-Karte, Kreditkarte), so sind es “heute” große US IT-Unternehmen wie Apple, Google, Facebook oder PayPal, die hier dominieren wollen / werden. Und wie immer dreht sich alles um unsere persönlichen Daten …

Ich sehe das mit der Bezahlung sehr nüchtern. Ich mache da eine Unterscheidung zwischen persönliche Daten, Notwendigkeit, Bequemlichkeit und Neugierde. Dass bei uns in Österreich ohnehin kaum eine Möglichkeit davon direkt unterstützt wird schiebe ich mal beiseite.

Es dreht sich hauptsächlich um meine persönlichen Daten

Kein Unternehmen ist karitativ. Alle wollen – neben Geld – meine persönlichen Daten. Egal, ob das nun die lokale Bank ist oder Apple, Google, Amazon, Facebook & Co. Jeder will die Daten für sich, denn die sind ja bekanntlich Gold wert. Je mehr davon, desto besser. Je exklusiver, desto wertvoller. Die Gründe dafür sind zwar unterschiedlich, aber im Endeffekt dreht sich dann alles um ein einziges Wort: Vertrauen.

Ich selbst habe noch immer das Gefühl, dass meine Hausbank mit meinen Daten sorgfältiger umgeht als ein US IT-Unternehmen. DSGVO-Beteuerungen hin oder her. Klar ist mir auch, dass Mastercard und Visa US-Unternehmen sind und ebenso meine persönlichen Daten wollen.

Über die Notwendigkeit

Ich hatte in den letzten Jahrzehnten keine Probleme mit meinen angestammten Zahlungsarten. Ich nutze dafür Bargeld, Direktüberweisungen, Maestro sowie Kreditkarte. Damit komme ich perfekt online und in der realen Welt durch. Ich bin da vielleicht noch ein bisserl altmodisch. Zum Beispiel ist mir bisher noch nie PayPal abgegangen. Und ich bezahle reichlich und oft im Internet.

Zusammengefasst: Eine Notwendigkeit sehe ich für mich derzeit nicht.

Vielleicht eine Sache der Bequemlichkeit?

Bei vielen Kunden können Unternehmen mit Bequemlichkeit punkten. Das muss dann nicht das beste und/oder billigste Produkt sein, Hauptsache es ist bequem. Für mich war/ist das niemals ein Argument.

Im Geschäft macht es an der Kasse für mich keinen Unterschied, ob ich z.B. das Smartphone, die Smartwatch ans NFC-Terminal halte oder eine physische Karte (z.B. meine BankCard Micro im Schlüsselanhänger). Somit sehe ich für mich keine gesteigerte Bequemlichkeit.

Im Internet bezahle ich entweder mit Kreditkarte (egal ob Debit oder normal) oder als eps-Überweisung (z.B. zum Nachladen von Handy-Wertkarten, Handyparken, Kino-Guthabenkarte, …).

Thema Smartwatch: Die Google-Dinger mag ich gar nicht und bei der Apple Watch wäre ich im Universum gefangen, da die Uhr ohne iPhone noch immer keinen wirklichen Sinn macht. Vielleicht ändert sich das in Zukunft. Dann bewerte ich die Situation neu. Derzeit abgehakt.

Somit sehe ich für mich auch keinen Gewinn bei der Bequemlichkeit.

Aber jetzt: Siegt eventuell die Neugierde?

Die Neugierde ist für viele Sachen ein Punkt, bei dem ich schwach werden könnte. Ich verschließe mich nicht sinnvollen Neuerungen, sondern bewerte diese mittlerweile sachlich nach Notwendigkeit. Ich muss nicht mehr überall Pionier spielen und alles haben. Somit könnte es – der Neugierde wegen – schon sein, dass ich Google Pay oder Apple Pay (je nachdem, welches Smartphone ich dann haben werde) ausprobiere, sobald es jemals auch bei uns direkt angeboten wird. Und kommen diese Pay-Sachen nicht nach Österreich, dann kommen sie eben nicht. Sie gehen mir persönlich nicht wirklich ab.

Nachtrag 24. April 2019: Da die Erste Bank seit heute Apple Pay anbietet, habe ich es schon am iPhone aktiviert.

6 Kommentare

  1. paypal für diverse Internetzahlubgeb.
    Hier erstattet paypal sehr schbell Kosten zurück falls mit dem Händlernetwas nicht passt.

    Sonst zahle ich bei REWE und Spar gerne mit bluecode. (Auch praktisch wenn das Wallet mal zuhause vergessen habe).

  2. Paypal nutze ich immer wenns geht. Das fängt schon damit an, dass meine Söhne und ich z.B. kurz mal ausgeliehenes Geld sofort per Paypal zurückzahlen. Und das ist auch gebührenfrei. Wenn ich bei eBay was verkaufe, akzeptiere ich nur Paypal und kaufen tue ich nur, wenn Paypal angeboten wird. Da geht es mir um den Käuferschutz. Paypal nutze ich, um es auf den Punkt zu bringen, immer wenn es angeboten wird und wenn nicht, lasse ich es meistens mit dem Kaufen bleiben.

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