Auf Kulinarikreise in München – ein paar leiwande Anregungen

Cafe Frischhut - Schmalznudeln in München - Foto © Helmut Hackl
Cafe Frischhut – Schmalznudeln in München – Foto © Helmut Hackl

Ich war mit einem Freund wieder auf Kulinarikreise. Diesmal besuchten wir München. Denn dort gibt es jede Menge leiwande Lokale. Hier ein paar Anregungen für euren nächsten Aufenthalt in der Landeshauptstadt Bayerns …

Angereist sind wir gemütlich mit einem ÖBB Railjet – mit ungefähr vier Stunden Fahrzeit, selbstverständlich Sparschiene um 64 Euro hin/retour mit Sitzplatz. Gewohnt haben wir im zentral gelegenen Motel One Sendlinger Tor. Wir besuchten einige Lokale und haben ausgezeichnet geschmaust und guten Kaffee getrunken. Hier eine paar Orte als Anregungen, wo es uns gut gefallen und geschmeckt hat. Beginnen wir gleich beim Essen.

Schmalznudeln beim Frischhut in München - Foto © Helmut Hackl
Schmalznudeln beim Frischhut in München – Foto © Helmut Hackl

Typische bayerische Schmankerl probiert

Pflicht ist ein Besuch beim Frischhut am Viktualienmarkt. Denn so eine frische Schmalznudel und einer Haferl Milchkaffee gehören einfach dazu. Das haben wir doppelt genossen, denn wir bekamen in der Früh ein Platzerl heraußen in der Sonne. Hat wunderbar gemundet.

Weißwurst + Brezn + Senf beim Sedlmayr in München - Foto © Helmut Hackl
Weißwurst + Brezn + Senf beim Sedlmayr in München – Foto © Helmut Hackl

Ein München-Besuch ohne Weißwurst geht gar nicht. Deshalb gingen wir gleich nach der Schmalznudel ein paar Schritte weiter in die Westentiederstraße 14 zur Gaststätte Beim Sedlmayr. Und dort haben wird und gleich als erste Gäste um 10 Uhr je drei Münchner Weißwürste mit Brezn, süßem Senf und einem Weizen bestellt. Das gehört einfach dazu.

Original Münchner Leberkäs beim Schlemmermeyer in München - Foto © Helmut Hackl
Original Münchner Leberkäs beim Schlemmermeyer in München – Foto © Helmut Hackl

Was jetzt noch fehlt, dass ist der Biss in eine frische Leberkassemmel. Und die holt man sich (mehrfacher Tipp von Einwohnern) beim Schlemmermeyer am Viktualienmarkt. Selbstverständlich den Original Münchner Leberkäs. Köstlich. Und dank der Markt-Atmosphäre schmeckte es gleich doppelt so gut.

Hawaiian Heat Bowl im Aloha Poke München - Foto © Helmut Hackl
Hawaiian Heat Bowl im Aloha Poke München – Foto © Helmut Hackl

Damit auch was G’sundes dabei ist, habe ich für euch einen Spezialtipp für eine Poké Bowl in München: Aloha Poke in der Türkenstraße 80. Ein bunt eingerichtetes Lokal, wo es eine große Auswahl gibt. Ich habe mich für die Hawaiian Heat Bowl entschieden. Das war eine der besten Bowls, die ich bisher hatte – subjektiv bekundet.

1/2 Hendl + Kartoffelsalat im Lindwurmstüberl in München - Foto © Helmut Hackl
1/2 Hendl + Kartoffelsalat im Lindwurmstüberl in München – Foto © Helmut Hackl

Wer gerne ein Brathendl mag, der kann so wie wir die Lindwurmstüberl Hühnerbraterei in der Lindwurmstrasse 32 besuchen. Ein typisches Gasthaus mit Wohlfühlfaktor und uriger Stimmung. Und das halbe Hendl mit Kartoffelsalat sowie das Augustiner Halbe waren g’schmackig.

Einen Tipp von einem Münchner (ein Freund von meinem Freund) möchte ich euch abschließend weitergeben. Auf die Frage, wo es denn das “beste” Bier in München gäbe, antwortete er wie aus der Pistole geschossen: Das Hacker-Pschorr Edelhell im Der Pschorr am Viktualienmarkt. Frisch gezapft aus dem mit Stangeneis gekühltem Holzfaß, serviert in eisgekühlten Gläsern. Um 5,10 Euro fürs Halbe. Und bei den Einheimischen bleibt es abends nicht bei einer so kleinen Halben. Ich genoß ein Krügerl und das trank sich vorzüglichst.

Viel Kaffee und frisch geröstete Bohnen

Ein paar Anregungen, wo es ausgezeichneten Kaffee gibt. Und wer mag, der kann sich – so wie ich – gleich ein oder mehrere Sackerl frisch geröstete Bohnen mitnehmen.

Frühstück in der Aroma Kaffeebar München - Foto © Helmut Hackl
Frühstück in der Aroma Kaffeebar München – Foto © Helmut Hackl

Ich fange da gleich mit der Aroma Kaffeebar in der Pestalozzistrasse 24 an. Denn dort lässt es sich wunderbar frühstücken. Was wir auch machten. Ein gemütlich eingerichtetes Lokal, sowohl drinnen als auch draußen. Das Angebot ist vielfältig und frisch. Ich bestellte mir Rühreier Helene mit Feta, getrockneten Paradeisers, Zucchini, Kräuter und frischem Brot. Und dazu einen Cappuccino (von Barns aus Berlin) und extra für danach noch eine ofenfrische Breze (weil sich mich in der Vitrine so anlächelte). In Summe: leiwand, jederzeit gerne wieder!

doppelter Espresso bei Coffeemamas in München - Foto © Helmut Hackl
doppelter Espresso bei Coffeemamas in München – Foto © Helmut Hackl

Ich habe in meinem Leben schon einige gute Kaffee getrunken. Aber der doppelte Espresso (eine eigene Hausmischung) bei Coffeemamas in der Lindwurmstrasse 46 schaffte es schon nach dem ersten Schluck in meine Top-3. Und den werde ich hoffentlich daheim im Siebträger ebenso gut hinbekommen.
P.S.: Am Foto nicht von der großen Tasse irritieren lassen. Der freundliche Barista hatte gerade kein kleineres Häferl.

Filterkaffee & Espresso bei gangundgäbe in München - Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee & Espresso bei gangundgäbe in München – Foto © Helmut Hackl

Ein paar Schritte von den Coffeemamas entfernt, besuchten wir die gangundgäbe Rösterei in der Kapuzinerstraße 12. Eine typische Kaffeebar mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Sorten. Ich habe hier – in der Sonne sitzend – einen wunderbaren Filterkaffee aus Guatemala geschlürft. Ausgezeichnet. Mitgenommen habe ich mir gleich zwei Sackerl Bohnen – 1x Guatemala, 1x Ecuador.

Kaffeerösterei am Viktualienmarkt in München - Foto © Helmut Hackl
Kaffeerösterei am Viktualienmarkt in München – Foto © Helmut Hackl

Ein Besuch bei der Kaffeerösterei Viktualienmarkt ist ebenso empfehlenswert. Abgesehen einmal von der tollen Stimmung dort, wird hervorragender Kaffee serviert. Mir schmeckte der doppelte Espresso. Mitgenommen habe ich zwei Sackerl für Filterkaffee: Die schöne Münchnerin und einen India Monsooned Malabar.

Espresso macchiato bei Man vs. Machine in München - Foto © Helmut Hackl
Espresso macchiato bei Man vs. Machine in München – Foto © Helmut Hackl

Bei Man versus Machine Coffee Roasters in der Müllerstrasse 23 vermittelt der Name schon hohe Erwartungen. Die dann auch erfüllt wurden. Mit einem herrlichen Espresso macchiato. Mitgenommen habe ich mir auch hier zwei Sorten für Filterkaffee: Einen “Don Eli” und einen “La Eva La Torre” – beide aus aus Costa Rica.

Besuchenswert ist auch die Rösterei Vits Kaffee in der Rumfordstrasse 49. Während ich den Espresso schlürfte, las ich die große Tafel mit den zahlreichen Sorten. Mit Herkunft und Geschmacksrichtung. Mitgenommen habe ich mir einen Costa Rica Tarrazu und einen Kolumbien Supreme – für Handfilter.

Standl 20 Kaffeeladen am Elisabethmarkt in München - Foto © Helmut Hackl
Standl 20 Kaffeeladen am Elisabethmarkt in München – Foto © Helmut Hackl

Wer den kleinen Elisabethmarkt besuchen mag, der kann seinen Kaffee im Standl 20 Kaffeeladen genießen. Sehr gemütlich (in der Sonne sitzen) und der doppelte Espresso war überaus fruchtig (was nicht der Geschmack von allen Menschen ist. Zuerst wollte ich mir auch hier ein Sackerl Bohnen mitnehmen, aber mein Rucksack war schon sooo schwer *grins. Das nächste Mal dann.

Als Hinweis: Überall, wo ich mir Bohnen mitnahm, folgen in den nächsten Wochen noch Einzelgeschichten im Kaffeehäferl. Ich verlinke dann hier bei Verfügbarkeit.

Ein paar weitere Kaffeebars standen noch auf unserer Liste – z.B. die Shotgun Sister Coffeebar, das klitzekleine emilo oder die delmocca Kaffeerösterei. Allerdings ging es sich zeitlich nicht mehr aus. Werden dann beim nächsten Besuch nachgeholt.

Kulinarik in München – unser Fazit

Trotz der knappen Zeit haben wir wieder eine Menge Lokale geschafft. Und hat es gefallen, das Essen mundete, das Bier schmeckte und der Kaffee war ausgezeichnet. Wir waren rundum zufrieden mit unser Wahl. Vielleicht ist ja die eine oder andere kulinarische Anregung für euch dabei!

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