[Update] Die Vorauswahl meines neuen Haupt-Smartphones verlief ernüchternd

auf der Suche nach einem neuen Smartphone - Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge
auf der Suche nach einem neuen Smartphone – Foto © Helmut Hackl | Mobility Lounge

Mein iPhone 6s hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und so wird es bald Zeit für ein neues Haupt-Smartphone. Deshalb fasste ich meine Anforderungen zusammen, ergänzte sie um Wünsche und begab mich auf die Suche nach Kandidaten für einen möglichen Nachfolger …

Ich verwende jetzt schon länger ein Xiaomi Mi A1 als Zweit-Smartphone und meine Frau ein Mi A2. Daher weiß ich aus Erfahrung, dass für mich kein teures Flaggschiff notwendig ist. Weder von der Leistung her noch von den Funktionen. Und als Statussymbol ist es mir sowieso powidl.

Wofür ich das Smartphone hauptsächlich verwende
Zur Verwaltung von Aufgaben. Für Notizen und zum Schreiben von Geschichten. Als Kalender. Zum Hören von Musik. Fürs Handyparken in Wien. Zum Nachschlagen im Web. Zum Freischalten und Beantworten von Kommentaren in meinen Blogs. Zum Knipsen. Als Fotoalbum. Für E-Mails. Für Online-Banking. Als Wettervorschau. Als Messenger. Für meine Anzeigen auf Willhaben. Für Kinokarten. Zum Navigieren (Auto, Vespa, Rad, Fußgänger). Als Übersetzer. Für Handy-Signatur. Als mobiles Festnetz. Als Authenticator. Zum Steuern von Geräten im Smart Home. Manchmal zum Streamen von Videos. Immer seltener zum Telefonieren.

Die erste Entscheidung betraf sogleich das Budget. Bei Android liegt es bei maximal 400 Euro. Wenn ich beim iPhone bleibe, dann würde ich auf 800 Euro erhöhen.

Meine bescheidenen Anforderungen im Überblick

• Da ich gerne mit dem Smartphone knipse, ist die Kamera ein ganz wichtiger Punkt. Ein “Billig”-Androide wie z.B. das Mi A2 erfüllt hier mit seinen beiden Sony-Objektiven gerade noch meine allerminimalste Anforderung. Zufrieden wäre ich mit dieser “Notlösung” allerdings die nächste Jahre sicherlich nicht.

• Beim Speicher ist es ganz simpel: 128 GB beim iPhone. Falls bei Android keine Erweiterung via Speicherkarte möglich ist, dann ebenso 128 GB schneller interner Speicher. Sonst würden auch 64 GB und eine microSD-Karte genügen. Denn ich brauche lokal ausreichend Platz für Fotos, Musik, Filme & Serien sowie Karten.

• Notch, Kerbe, Tropfen, Loch, Slider oder schmaler Balken, das ist mir beim Bildschirm egal. Bei der Größe bin ich mittlerweile flexibel. Ebenso ob es LCD oder OLED ist.

• Der 64-bit Prozessor braucht nicht der obersten Spitzenklasse anzugehören. Bei meiner Nutzung nicht unbedingt erforderlich. Es genügt bei Android so um Qualcomm Snapdragon 670/675 herum, noch lieber 710. Beim iPhone wäre es ohnehin derzeit der A12 Bionic.

• Bei der drahtlosen Kommunikation schaut’s so aus: LTE (mein Wertkarten-Tarif liefert – theoretisch – bis zu 100 Mbit/s), Bluetooth 5 (bei Android wäre Unterstützung von aptX / aptX-HD fein) sowie WLAN (bis ac).

• NFC ist bei Android kein unbedingtes Muss, da Bezahlen mit Google Pay nicht auf meiner “Habenwollen”-Liste steht. Falls es überhaupt mal den Weg nach Österreich schafft.

• Eine Vollladung des Akkus soll – bei durchschnittlicher Nutzung – locker für einen Tag reichen. Auf Kulinarikreisen, wo ich das Smartphone intensivst (Knipsen, Filmen, GPS-Navi, …) verwende, habe ich ohnehin eine starke USB-Powerbank mit Power Delivery eingesteckt. Kontaktloses Laden brauche ich nicht unbedingt.

• USB-C ist bei Android Voraussetzung. Ganz entscheidend: Es muss direkte Audio-Übertragung unterstützt werden. Denn ich höre – daheim und unterwegs – auch gerne mit meinem kabelgebundenen Kopfhörer, angesteckt an einer kompakten Pro-Ject DAC Box. Ergänzend zu Bluetooth. Somit habe ich auch keine Verwendung für eine 3.5mm Buchse. Beim iPhone ist dies ohnehin alles über Lightning zufriedenstellend umgesetzt.

• Die Position des Fingerabdruck-Lesers ist bei Android nicht relevant. Ich verwende schon jetzt zwei Varianten. Auf der Vorderseite wäre mir lieber, aber es klappt auch rückseitig. Nur direkt im Bildschirm möchte ich es nicht haben. Gesichtserkennung zum Entsperren ist mir aktuell bei Android nicht sicher genug. Da hat das iPhone mit Face ID wohl die zuverlässigere Lösung.

• Das Gehäuse muss keinen Schutz gegen Eindringen von Wasser bieten. Das ging mir bisher noch nie ab.

• Bei GPS und den üblichen Sensoren ist eh klar, dass diese drinnen sein sollen.

• Ich will mich nicht über verspätete oder gar nicht mehr gelieferte Updates (Sicherheit, Betriebssystem) ärgern. Oder über – für mich – unnötig vorinstallierte, nicht permanent lösch-/deaktivierbare Apps (Bloatware). Das heißt konkret, wenn es kein iPhone wird: Pixel Smartphone oder ein Gerät mit Android One.

• Zur Nutzungsdauer: Ich verwende mein Haupt-Smartphone so um die vier Jahre herum. Da bekommt das iPhone noch immer Updates geliefert und der Wiederverkaufswert ist gut. Beim Pixel oder bei Android One wäre das Smartphone dann noch immer so halbwegs aktuell, ein höherer Wiederverkaufswert ist aber nicht mehr erzielbar.

Was an Smartphones übrig blieb

[Update 7.5.19] Enttäuschend, wie wenig Android-Smartphones für mich in Frage kämen. Nüchtern betrachtet waren das Xiaomi Mi A2 und das neue Pixel 3a (XL) die beiden einzigen Geräte auf der Liste der Übriggebliebenen. Alle anderen Androiden scheiterten an relevanten Punkten oder gleich preislich am Mi A2 als Konkurrent. Was ich schon jetzt weiß: Ich werde mit der Kamera vom A2 die nächsten vier Jahre lang nicht zufrieden sein. Somit wirft sich das Pixel 3a (den größeren Bildschirm des XL brauche ich nicht) als heißester Android-Kandidat ins Rennen.

Beim iPhone fiel meine Wahl derzeit aufs XR. Oder was dann immer so im Herbst an einem frischen Produkt kömmt.

Die Entscheidung ist gefallen: Da das Google Pixel 3a schlußendlich der derzeit aktuell verbliebene Konkurrent zum iPhone XR war, machte ich einen sehr subjektiver Vergleich zwischen dem Pixel 3a und dem iPhone XR. Google gegen Apple. Pures Android gegen iOS. Google Pay gegen Apple Pay. Wear OS gegen watchOS. Basierend auf meinen Wünschen.

Der geplante Wechsel ist im Herbst

Da ich nicht unter Zeitdruck stehe, behalte ich mir weiterhin mein iPhone 6s (mit frischem Akku) als Haupt-Smartphone und das Mi A1 als Zweitgerät. Eine Entscheidung für einen Wechsel fälle ich so im September, spätestens Oktober. Bis dahin weiß ich, was Apple vorstellt und wo das Pixel 3a dann preislich liegt.
Nachtrag 10.9.2019: Es wird ein iPhone 11 mit 128GB Speicher.

P.S.: Sollte mein iPhone vorher unerwartet den sprichwörtlichen Geist aufgeben oder ich ein unwiderstehliches Angebot bekomme, dann entscheide ich spontan.

9 Kommentare

    1. Daran habe ich auch schon gedacht. Aber bis da wieder die 128GB Version in Österreich bei einem Händler erhältlich ist, habe ich vielleicht schon entschieden. Mal sehen, was dann die endgültigen Spezifikationen, Preise und Praxisberichte bekunden.

  1. Ich habs immer über den DE-Google Shop via Logoix bestellt – geht ziemlich flott. Etwaige(s) Austauschgerät(e) – aus Mangel oder ähnlichem – schickt Google dann direkt nach AT.

    1. Nokia 7.1 & 8.1 liegen preislich über dem Mi A2 – ohne mir einen Mehrwert zu bieten. Das 7 Plus ist mir schon ein bisserl zu alt. Und die Kamera vom Nokia 9 passt nicht für meine Nutzung. Somit hat HDM derzeit leider kein für mich passendes Modell.

  2. Habe mir testweise das Pixel 3a XL bestellt.
    Einen Home mini gibts gratis dazu.

    iPhone XS Max bleibt sowieso Hauptsmartphone.
    Derzeit liegt noch ein Nokia 6.1 und ein Samsung Galaxy S10+ bei mir herum zum Experimentieren. :-)

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