Baba Maestro Bankomatkarte, Servus Debit Mastercard

Debit Mastercard - Foto © Erste Bank und Sparkassen
Debit Mastercard – Foto © Erste Bank und Sparkassen

Seit über 20 Jahren habe ich jetzt eine Maestro-Karte mit Chip. Denn damals wurde sie in Österreich eingeführt. Ein Begleiter, den ich in all den Jahren intensiv und problemlos nutzte. Jetzt heißt es aber Abschied von der alten Bankomatkarte zu nehmen, denn das Nachfolgeprodukt ist die neue Debit Mastercard …

Ich bin seit ein paar Jahren Kunde bei der Erste Bank und George ist zu einem guten Freund von mir gereift *grins. “Meine” Bank hat jetzt begonnen, das Nachfolgeprodukt auszugeben: Es wird ab sofort keine neue Maestro Bankomatkarte mehr ausgegeben, sondern ausschließlich die neue Debit Mastercard. Bis Ende 2020 soll der Kartentausch komplett abgeschlossen sein.

Das Wichtigste: Für mich als Kunde ändert sich im Alltag gar nichts. PIN, Konditionen und Limits sind identisch wie bei der Maestro-Bankomatkarte.

Was ist eine Debitkarte?

Debitkarten sind keine neue Erfindung, sondern seit Jahren gang und gäbe. So ist Maestro seit jeher eine Debitkarte von Mastercard – vermutlich eine gar nicht so bekannte Tatsache.

Der Unterschied einer Debit Mastercard zur Maestro? Die verhält sich wie die Bankomatkarte, ich kann damit aber ergänzend auch im Internet bezahlen. Konkret überall dort, wo Mastercard als Zahlungsmittel angenommen wird. Allerdings auch nur mehr dort, denn eine Maestro-Akzeptanz alleine reicht dann nicht mehr aus.

Im Gegensatz zur Kreditkarte (die Betonung liegt auf Kredit) wird der Betrag beim Bezahlen mit der Debitkarte “zeitnah” vom Konto abgebucht. Wie schon bisher bei Maestro.

Weitere Punkte sind bei der Debit Mastercard identisch zur Maestro. Beispielsweise der vierstellige PIN zum “Schutz” und der NFC-Chip zum kontaktlosen Bezahlen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei einer Zahlung ist – ab 25 Euro – ebenso verpflichtend.

Ein paar Änderungen gibt es bei den Beschriftungen auf der Karte. Es gibt einen Aufdruck “Debit”. Die Kontonummer (IBAN) ist auf der Rückseite zu finden. Dort ist auch der dreistellige Sicherheitscode. Die 16-stellige Mastercard-Kartennummer ist vorne aufgedruckt.

Warum eine neue Bankomatkarte?

Argumentiert wird es so: In Österreich gibt es rund 10 Millionen Bankomat- und etwa 3,3 Millionen Kreditkarten. Im Web werden ca. 35% der heimischen Einkäufe mit Kreditkarte bezahlt – mit Bankomatkarte so gut wie nie, weil fast nicht möglich. Man bekommt mit der Debit Mastercard somit die Zusatz”nutzen” der Bezahlung im Web und der weltweit größeren Zahl von Akzeptanzstellen. Vielleicht ein Argument für Kunden, die bisher keine Kredit-, sondern nur eine Bankomatkarte besitzen. Zum Beispiel aus Kostengründen.

Debit Masterkarte bestellen
Debit Masterkarte bestellen

Ich sehe das so. Sowohl die Banken als auch Mastercard wollen Geld verdienen. Je intensiver die Karten von uns genutzt werden, desto freudiger rollt der Rubel. Zudem ist es ein lukratives Geschäft mit unseren Daten. Das sollte man in heutigen Zeiten niemals vergessen. Die Daten werden – hoffentlich anonymisiert und aggregiert – weitergegeben. Solange sich alle Beteiligten an die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zum Schutz der persönlichen Daten halten, habe ich damit leben gelernt.

Könnte die “normale” Kreditkarte ersetzen

Ob es eine zusätzliche “normale” Kreditkarte überflüssig macht oder nicht, das hängt von der Nutzung ab. So werden beispielsweise Debit-Kreditkarten nicht überall akzeptiert. Zum Beispiel bei Reservierungen in Hotels oder bei Mietwagen. Es gibt zudem keine Zusatzleistungen wie zum Beispiel Versicherungen. Zudem wird der Betrag zeitnah abgebucht.

Da ich öfters unterwegs bin und demnach häufig Hotelzimmer reserviere, werde ich neben der Debitkarte wohl wie bisher eine Kreditkarte brauchen.

Was passiert mit der BankCard Micro?

Ich bin ja eifriger Nutzer der BankCard Micro. Das ist eine kleine Bankomatkarte, die ich in einem Schlüsselanhänger drinnen habe. Die für mich optimale, schnellstmögliche Art um mobil zu bezahlen. Diese Karte wird es erfreulicherweise weiterhin geben.

Debit Mastercard – mein Fazit

Da sich die alte Maestro-Karte jederzeit vor dem regulären Wechsel – kostenlos – auf die neue Debit Mastercard tauschen lässt, werde ich das in den nächsten Tagen – gleich in George (Web oder App) – machen. Erledigt ist erledigt. Ich habe ja keinen Nachteil, sondern kann damit jetzt auch online einkaufen.

Nachtrag 26. April 2019: Heute ist die neue Debit Mastercard per Post gekommen. Schon verwendet und die alte Maestro-Karte wurde automatisch geschlossen. Klappte somit einwandfrei. Und jetzt wird die neue Karte gleich für Apple Pay aktiviert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.