Umstellung bei meinen Kulinarikreisen: mehr Bahn, weniger Flieger

Wiener Hauptbahnhof – Foto © Helmut Hackl
Wiener Hauptbahnhof – Foto © Helmut Hackl

Ich mache bekanntlich einige Kulinarikreisen in – für mich – fremde Städte. Um dort neben Besichtigungen vor allem gut zu essen und zu trinken. Und um Kaffee zu genießen. Ich begann jetzt damit, die Reiseziele verstärkt auf Anreise mit Zug statt dem Flugzeug zu planen. Der Umwelt zuliebe und meiner Gemütlichkeit geschuldet …

Ich habe in den letzten Wochen wieder meine Freude am Zugfahren entdeckt. Das entspannt mich, ich reise ohne Hektik und die Landschaft wird an mir vorbeigezogen. Während der Fahrt lese ich am Kindle, höre gute Musik (über meine B&W PX Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung), genieße die Umgebung und – wenn ich nicht alleine unterwegs bin – unterhalte ich mich mit meinem Reisepartner. Daheim brühe ich mir frisch einen Filterkaffee auf und nehme ihn in der Thermosflasche mit. Plus ein Frühstück vom Bäcker am Weg zum Bahnhof.

Wenn ich den Flieger nehme, dann geht das alles zwar oftmals flotter, allerdings nicht so gemütlich wie im Zug. Auf guten Kaffee während des Flugs muss ich komplett verzichten. Zudem gehen mir die Security Checks und die oftmals langen Wartezeiten immer mehr auf den Geist. Vielleicht dem zunehmenden Alter geschuldet, aber ich schätze zunehmend die Gemütlichkeit. Geschwindigkeit ist mit schon egal, Entschleunigung gehört schon länger zu meinem Leben.

Für mich ergibt sich noch ein weiterer Nutzen. Wenn ich auf Kulinarikreisen mit dem Flieger anreise, dann bin ich mit Handgepäck unterwegs. Da ich gerne Kaffeebohnen von Röstereien mitnehme, bin ich da ob der Menge sehr eingeschränkt. Im Zug kann ich da fast nach Belieben einpacken. Deshalb habe ich einen zusammenrollbaren Extra-Rucksack dabei.

Eine länger dauernde Anreise stört mich nicht

Wollte ich früher möglichst schnell von A nach B, so hat sich das rapide gewandelt. Heute will ich möglichst bequem reisen. Am Hauptbahnhof bin ich von mir daheim locker 30 Minuten früher als am Flughafen. Ich brauche erst ein paar Minuten vorher dort sein und muss mich nicht über Sicherheitschecks, gehirnbefreite Menschen vor mir in der Checkin-Schlange sowie übers Gedränge im Flieger ärgern. Und das nicht nur bei der Hin-, sondern auch bei der Rückreise.

Ich suche mir am Zielort auch gleich Hotels in der Nähe des Bahnhofs. Ankommen, ein paar Schritte gehen, Gepäck aufs Zimmer oder zur Aufbewahrung und ab zur Kulinarik. Fast ohne Zeitverzögerung. Und bei der Heimfahrt ein kurzer Abstecher ins Hotel, um das Gepäck zu holen und ab nach Hause.

Die Auswahl der Reiseziele

Bei der Auswahl der Reiseziele bin ich zwar nicht so frei wie bei der Anreise mit dem Flugzeug. Aber es ist ja jetzt keine Entweder/Oder-Entscheidung, sondern eine Priorisierung. Ich werde auch weiterhin fliegen, aber weniger.

Ich bin mittlerweile ein eifriger Nutzer der ÖBB Website. Denn ich habe mir so ziemlich alle Reiseziele herausgesucht, die ich so halbwegs von Wien aus erreichen kann. Mit einer maximalen Reisezeit von ungefähr zehn Stunden. da ich zeitlich flexibel bin, nutze ich selbstverständlich die Sparschiene-Angebote, die es – bei rechtzeitiger Buchung – ausreichend gibt.

Live-Zugradar in der ÖBB Scotty App
Live-Zugradar in der ÖBB Scotty App

Kurze Anmerkung zwischendurch: Ich habe am Smartphone die ÖBB Scotty App oben (für iOS | für Android). Aus einem Grund: Zugradar. Da sehe ich live, wo sich mein Zug aktuell befindet. Manchmal ganz praktisch.

Die ersten Kulinarikreisen mit Anreise per Bahn habe ich schon absolviert: München, Budweis, Innsbruck, Břeclav und Passau. Am Plan stehen – für heuer – noch Regensburg sowie Nürnberg.

Jetzt freue ich mich schon auf die kommenden Kulinarikreisen und die gemütlich Zugfahrten. Die Geschichten mit zahlreichen Anregungen lest ihr dann wie üblich gleich nach den Reisen in der Mobility Lounge.

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