De’Longhi Maestosa: Der leiwandste Kaffeevollautomat, den ich bisher testete

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat  | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat | Foto © Helmut Hackl

Ich habe in den letzten Jahren schon einige Kaffeemaschinen getestet. Nicht nur von De’Longhi. Den bisher besten Vollautomaten hatte ich jetzt ein paar Tage bei mir daheim stehen: Maestosa. Mit der Besonderheit von zwei Bohnenfächer mit getrennten Mahlwerken und Thermoblöcken. Auch per App steuerbar. Hier meine Erfahrungen nach reichlich Koffein …

Maestosa kommt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt “majestätisch”. Ein treffender Ausdruck für diesen Premium-Kaffeevollautomaten. Der macht am Tisch nicht nur eine eindrucksvolle Figur, sondern hat auch einige Schmankerl im Angebot. Nach dem Motto: “Kaf­fee gilt es nicht nur zu genießen, man muss ihn erleben und mit allen Sin­nen spüren”. Wer jetzt gleich zu sparen beginnen will: Ungefähr 2.500 Euro kostet das gute Stück.

Maestosa Kaffeevollautomat | Foto © De'Longhi
Maestosa Kaffeevollautomat | Foto © De’Longhi

Kaffee zubereiten, das können viele Kaffeeautomaten. Manche machen es besser, andere haben Luft nach oben. Bei manchen ist das Aussehen wichtig, bei anderen weniger. Warum sollte ich jetzt so viel Geld in die Hand nehmen und mir eine Maestosa gönnen? Aus mehreren Gründen, wie ich meine.

Was ich hier gleich bekunden will: Wer sich eine Maestosa zulegt, der sollte anfangs Zeit investieren. Um die zahlreichen Möglichkeiten kennenzulernen. Um mit den diversen Funktionen zu experimentieren. Um sich mit der Maschinen vertraut zu machen. Um das volle Potential auszuschöpfen. Es zahlt sich aus!

Das Aussehen muss bei diesem Namen elegant sein

Solch ein Kaffeevollautomat steht ja nicht irgendwo herum. Der ist ein Hingucker in der Küche, im Büro, im Wohnzimmer. Deshalb ist – nicht nur mir – das Aussehen solch einer Maschine wichtig. Die Maestosa hat – um ihrem Namen gerecht zu werden – eine schlichte, hochglanzpolierte Front aus edlem Glas. Diese wird an den Seiten von wellen­för­mig ges­tanztem Edel­stahl im “Stripe Design” umrahmt. Das gefällt mir.

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat - viel Auszupacken | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat – viel auszupacken | Foto © Helmut Hackl

Großer Touchscreen und App fürs Smartphone

Bedient wird die Maschine über ein 5″ großes Touch-TFT-Farbdisplay, das sich kippen lässt. Dort stehen dann die Anweisungen, damit alle Getränke funktionieren und ich als Benutzer jederzeit weiß, was gerade passiert und was als nächstes zu tun ist.

De'Longhi "Coffee Link"-App am Smartphone
De’Longhi “Coffee Link”-App am Smartphone

Darüber hinaus steht die “Cof­fee Link”-App bereit. Kostenlos für Android und fürs iPhone. Damit lassen sich viele Möglichkeiten auch vom Smartphone aus erledigen. Das ist manchmal komfortabler – zumindest für mich. Da ich die App mittlerweile schon gut kenne, ging die Bedienung ruckzuck. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth.

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat - 5" Touchscreen | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat – 5″ Touchscreen | Foto © Helmut Hackl

Zwei Bohnenfächer mit getrennten Mahlwerken & Thermoblöcken

Der erstes Weg von frisch gerösteten Bohnen ist die Mühle. Und hier sorgt die Maestosa für einen Premiere in diesem Endkunden-Segment: Es stehen elektronisch einstellbare Mahlwerke zur Verfügung. Mit Scheiben­mahlw­erken aus gehärtetem Stahl, die – so nebenbei angemerkt – flüsterleise arbeiten. Diese Technologie wird “Adap­tive Grind­ing” genannt und sorgt für einen sehr präzisen Mahlvor­gang mit automa­tis­cher An­pas­sung des Mahlgrades. Das wird entweder über den Touchscreen umgesetzt oder ist über die App einstellbar.

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat - zwei Bohnenbehälter & Mühlen | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat – zwei Bohnenbehälter & Mühlen | Foto © Helmut Hackl

Was mir gleich taugte, das sind die beiden Bohnenfächer für die zwei getrennten Mahlwerke und die zwei getrennten Thermoblöcke. Das heißt: Mir stehen zwei voneinan­der unab­hängige, elek­tro­n­isch steuer­bare Mahlwerke zur Verfügung. Somit lässt sich der Mahlgrad indi­vidu­ell, für jeden Bohnen­be­häl­ter einzeln und auf die Kaf­feerös­tung abges­timmt ein­stellen.

Ich würde da in den linken Behälter die Bohnen für Espresso & Co. hineingeben und in den rechten Behälter die Bohnen für Getränke mit Milch (z.B. Cappuccino). Super!

De'Longhi "Coffee Link"-App am Smartphone
De’Longhi “Coffee Link”-App am Smartphone

Schwenkbare Dis­penser an der Thermo-Milchkaraffe

Ganz neu ist bei der Maestosa der schwenkbare Dis­penser an der Edel­stahl-um­man­tel­ten Thermo-Milchkaraffe. Mit ihm lassen sich zeit­gle­ich zwei Kaffee-Milch-Getränke zubere­iten. Das bewährte Lat­teCrema Sys­tem wird über den Touchscreen oder die App ges­teuert. Hier kann ich sowohl die Milch­menge als auch – eine weit­ere Neuerung – die Kon­sis­tenz des Milchschaums ein­stellen. Selbstverständlich indi­vidu­ell für jedes Getränk abzuspe­ich­ern. Das Sys­tem mis­cht dann wie gewohnt Milch, Luft und Dampf im gewün­schten Ver­hält­nis und erzeugt einen dichten, fein­pori­gen und cremi­gen Milch­schaum.

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat - das wird ein Flat White | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat – das wird ein Flat White | Foto © Helmut Hackl

Wer gerne Tee und/oder Trinkschokolade mag, der kann damit gleich kalte und warme Getränke zubereiten. Dafür steht die Mix­Carafe mit Aero- oder Schoko-Rührstab zur Verfügung. Und wer eisgekühlten Caffé freddo mag, der kann diesen auch gut durchschütteln lassen. Zwei Behälter für den Gefrierschrank für Eiswürfel in Bohnenform sind dabei.

Praktisch: Sowohl der Milch­be­häl­ter als auch der Wasser­tank lassen sich auch während der Kaf­feezu­bere­itung über die “Easy Refill”-Öffnung auf­füllen. Ein jew­eils inte­gri­erter Sen­sor meldet akustisch den Auf­füllbe­darf.

Was es sonst noch zu erzählen gibt

• Auf Knopfdruck stehen gleich viele ver­schiede­ne war­me und kalte Spezialitäten zur Auswahl. Dazu gehören Espresso, 2x Espresso, Kaffee, Americano, Doppio+, Long, Cold Coffee, Kaffeekanne, Espresso macchiato, Cappuccino, 2x Cappuccino, Cappuccino+, Cappuccino Mix, 2x Cappuccino Mix, Latte macchiato, 2x Latte macchiato, Caffé Latte, heiße Milch, Flat White, kalter Milchschaum, Tee, heiße Schokolade.

De'Longhi "Coffee Link"-App am Smartphone
De’Longhi “Coffee Link”-App am Smartphone

• Alle Getränke lassen sich individuell anpassen. Zum Beispiel beim Aroma, bei der Menge des Wasser oder bei der Temperatur. Darüber hinaus stehen Profile bereit, damit mehrere Personen im Haushalt ihr bevorzugten Arten auf Knopfdruck parat haben.

• Es sind einige Sensoren an unterschiedlichen Stellen angebracht. Damit bei der Zubereitung wirklich nichts schiefgehen kann.

• Die Tassen­-Ab­stell­fläche ist beheizt und sowohl der Kaf­fee- als auch Milch-Aus­lauf sind höhen­ver­stell­bar.

De'Longhi Maestosa Kaffeevollautomat - viele Bohnen zum Verkosten | Foto © Helmut Hackl
De’Longhi Maestosa Kaffeevollautomat – viele Bohnen zum Verkosten | Foto © Helmut Hackl

• Die Reinigung vieler Teile erfolgt vollautomatisch, es ist ein wechselbarer Wasserfilter drinnen, ich kann die Wasserhärte einstellen, es lässt sich eine Auto-Abschaltung programmieren und in den Statistiken lese ich meinen Kaffeekonsum nach.

Jetzt könnte ich noch seitenweise weitererzählen, was die Maschine noch so alles beherrscht. Aber ein paar Sachen lasse ich euch auch noch zum erforschen *grins.

De’Longhi Maestosa – mein Fazit

Wenn ich daheim einen Kaffeevollautomaten bräuchte, dann wäre ich bei der Maestosa vielleicht schwach geworden. Denn mich haben die elegante Optik, die zahlreichen Möglichkeiten und die ausgezeichneten Kaffee-Ergebnisse überzeugt.

5 Kommentare

  1. Edles Teil.
    Bin jetzt von illy Kapseln (zu viel Müll) auf einen Melitta Caffeo Barista T Smart Vollautomaten umgestiegen.
    Kann (fast) alles so wie der Maestosa, hat aber nur 1/3 gekostet.
    Derzeit sehr zufrieden.

    Teste gerade verschiedene Bohnen.
    Generell schmecken mir die Naber (Marco Salvatori und Exquisit) sehr gut (gekauft bei Schönbergers Caffè Bar).
    Und der Grana Gayo von Coffee Circle. (Der Yirga Sontos hat nicht so gemundet).
    Caruso Blend von Alt Wien Kaffee hat auch nicht so gepasst.

    Buna Dimaa und Toleyo von CC wartet noch auf Verkostung. :-)

      1. Ganz gewiss.
        Die Melitta hat auch schon 2 getrennte die sich dann aber vereinen.
        D.h. Nach dem Umschalten kann es etwas gemischt sein.

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