Auf Kulinarikreise – Warschau ist eine großartige Stadt

Warschau - Foto © Helmut Hackl
Warschau – Foto © Helmut Hackl

Da ich noch nie eine Kulinarikreise nach Polen machte, holte ich dies jetzt mit meiner Frau nach. Unser Ziel: Warschau. Denn dort gibt es nicht nur eine Menge zu besichtigen, es wird auch reichlich ausgezeichnete Kulinarik geboten. Aber der Reihe nach …

Flug, Transfer & Unterkunft

Geflogen sind wir mit einer Turboprop der Austrian. Da habe ich in einer Sonderaktion preiswerte Tickets (ungefähr 70 Euro pro Person für Hin- und Rückflug) gekauft. Mit angenehmen Flugzeiten: Mittwoch nachmittags hin, Samstag am Nachmittag retour. Die Flugdauer: etwa 80 Minuten.

Metro in Warschau - Foto © Helmut Hackl
Metro in Warschau – Foto © Helmut Hackl

Vom Flughafen ins Zentrum nahmen wir einen der regelmäßig verkehrenden rot/weißen Nahverkehrszüge (Linie S2 oder S3) von SKM. Die Fahrzeit: ungefähr 25 Minuten. Da wir in der Stadt dann auch oft mit Metro & Tram unterwegs waren, kauften wir gleich eine 72h-Fahrkarte um 36 Złoty. Erhältlich an den Automaten direkt am Bahnhof.
Zum Umrechnen: 10 Złoty waren ungefähr 2,34 Euro.

Logiert haben wir im MDM, einem 3-Sterne Business-Hotel nahe der Metro und vielen Straßenbahnen. Fürs schicke Doppelzimmer bezahlten wir lediglich 164 Euro – für drei Nächte ohne Frühstück, Aber auch ohne Klimaanlage und mit lautem Straßenlärm bei geöffneten Fenstern. Das MDM war für uns eine günstige Notlösung, da das neue Motel One beim Chopin-Museum leider noch nicht fertig war. Das gesparte Geld wurde gleich in Kulinarik investiert.

Beach Club an der Weichsel in Warschau - Foto © Helmut Hackl
Beach Club an der Weichsel in Warschau – Foto © Helmut Hackl

Impressionen der Stadt

Reiseführer für Warschau gibt es jede Menge. Da es in dieser Geschichte hauptsächlich um Kulinarik geht, hier ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir uns u.a. ansahen: die Altstadt (Stare Miasto), den Lazienki Park, den altstädtischer Markt, einen Teil des Königsweg (Trakt Królewski – vom Königsschloss bis zum Wilanów-Palast), den Schlossplatz, Nowy Swiat, das Kopernikus Wissenschaftszentrum, das Nationalmuseum (Muzeum Narodowe), die Neustadt (z.B. St. Kasimir Kirche), die Stadtteil Praga und Filtry sowie die Weichsel mit den Beach Clubs am Ufer (mit der Metro M2 bis Kopernikus).

Unser kulinarischer Streifzug

Salat Rzymska im Weranda Bistro - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Salat Rzymska im Weranda Bistro – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Nach dem Einchecken im Hotel war es gleich Zeit fürs Abendessen. Da haben wir das Weranda Bistro in der Hala Koszyki (Koszykowa 63) besucht. Gemütlich im schattigen Gastgarten vor der Markthalle (mit vielen Lokalen – unbedingt besuchen) sitzend bestellten wir uns einen Beef Burger und einen Salat Rzymska. Und dazu hausgemachte Limonade und ein lokales Bier vom Faß. Ausgezeichnet!

Espresso bei Cophi - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Espresso bei Cophi – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Nach dem Essen tranken wir noch einen schmackhaften Kaffee im Schanigarten des klitzekleinen Cophi (Hoza 58/60). Leider habe ich den Nitro Coffee zu spät gesehen.

Mehlspeisen-Vitrine vom Slodki Stony - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Mehlspeisen-Vitrine vom Slodki Stony – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Beim Flanieren entdeckten wir ein entzückendes Lokal: Slodki Stony (Mokotowska 45). Ein Paradies für uns Freunde von Mehlspeisen und Torten. Am liebsten hätten wir alles aus der Vitrine gekostet. Wir gönnten uns zwei traumhafte Topfenschnitten.

Frühstück im Bazar Kocha - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Frühstück im Bazar Kocha – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Zum ersten Frühstück spazierten wir vom Hotel ein paar Schritte zum Bazar Kocha (Mokotowska 33 / 35). Entspannt im Schanigarten sitzend bestellten wir uns Eggs Benedict mit Spinat, Omelette mit Spargel, hausgebackenes Brot (sehr knusprig), zwei Cappuccini und zwei Orangensaft. So lässt es sich in den Tag starten.

Pierogi mit Spinat & Feta im Zapiecek - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Pierogi mit Spinat & Feta im Zapiecek – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Fürs Mittagessen besuchten wir Zapiecek. Denn wir hatten Gusto auf Pierogi (gefüllte Teigtaschen). Das Restaurant – gegründet 1913 – hat mehrere Lokale in der Stadt. Wir nahmen die Variante mit Spinat & Feta. In der Version knusprig angebraten. Und dazu ein grosse Limonade. Hat uns gemundet.

So nebenbei: Angesehen haben wir uns auch die Podwale Kompania Piwna. Ein traditionelles Brauhaus, wo polnisches Essen serviert wird. Das wäre unsere Alternative zum Zapiecek gewesen.

Obgleich wir Gusto auf einen frisch aufgebrühten Kaffee im STOR (Tamka 33) hatten, sind wird nicht eingekehrt. Denn das Lokal lag in der prallen Sonne und uns war einfach zu heiß.

Tofu Bowl im Raj W Nibie - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Tofu Bowl im Raj W Nibie – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Fürs zweite Abendessen habe ich uns das Raj W Niebie (Nowy Świat 21 – im ruhigen Innenhof gelegen) ausgewählt. Denn wir probieren in vielen Städten auch eine unserer Lieblingsspeisen: Poke Bowl. Meine Frau entschied sich für die Shrimps Bowl, ich für die Ahi Poke Bowl. Und dazu ein gar köstliches Białe (Witbier) von der Browary Żywiec. Welch ein herrliches Geschmackserlebnis!
So nebenbei: Wir haben dann auch noch die Salmon Bowl und die Tofu Bowl probiert. Ebenso exzellent.

klassische Frühstücksplatte im Bazar Kocha - Warschau | Foto © Helmut Hackl
klassische Frühstücksplatte im Bazar Kocha – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Da es uns so gut im Bazar Kocha schmeckte, es gleich ums Eck vom Hotel liegt und auf der Karte einige Sachen verlockend klangen, spazierten wir nochmals zum Frühstück hin. Diesmal auf Granola und eine klassische Frühstücksplatte.

Während sich meine Frau im Nationalmuseum umsah, besuchte ich ein paar weitere kulinarische Orte:

Das Forum Coffee (Elektoralna 11) ist ein klitzekleines Lokal. Ich habe es mir beim Vorbeigehen angesehen. Drinnen war ich nicht, da kein Platzerl frei war und schon ein paar Leute warteten.

Gorilla Coffee in der Hala Gwardii - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Gorilla Coffee in der Hala Gwardii – Warschau | Foto © Helmut Hackl

In der Hala Gwardii (Żelaznej Bramy 1) sind ein paar kleine Standln drinnen, wo man essen und trinken kann. Ich besuchte Gorilla Coffee und bestellte mir einen Cold Brew Cappuccino. Geschmacklich interessant. Trank ich vorher noch nie.

Espresso Tonic bei Filtry Café - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Espresso Tonic bei Filtry Café – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Am späteren Nachmittag fuhren wir dann mit der Straßenbahn in die Vorstadt zu Filtry Café (Juliana Ursyna Niemcewicza 3). Ein kleines Lokal, wo ausgezeichneter Kaffee zubereitet wird. Ich trank einen Espresso Tonic – im Liegestuhl im Grünen.

Palarnia Kawy Single Origin Coffee - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Palarnia Kawy Single Origin Coffee – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Durch Zufall gingen wir durchs Plac Unii City Shopping, ein modernes Einkaufszentrum. Aber das interessierte mich gar nicht, denn ich wurde gleich zu einem kleines Standl hingezogen: Palarnia Kawy. Denn dort werden viele Sorten Single Origin Coffee verkauft. Leider konnten wir keine Bohnensackerl mitnehmen, da wir mit Handgepäck flogen.

Ente im U Szwejka - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Ente im U Szwejka – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Beim Abendessen entschieden wir uns für Fleisch. Da wir müde waren und gleich neben dem Hotel das urige U Szwejka beheimatet ist, kehrten wir dort ein. Ich bestellt eine Warschauer Spezialität: Ente mit Äpfel, Kraut, rote Rüben, Knödel. Und dazu ein Krügerl Książęce Lager. Meine Frau gönnte sich ein feines Steak. Hat alles gemundet und war mit umgerechnet unter 30 Euro günstig.

Frühstück im Niezłe Ziółko - Warschau | Foto © Helmut Hackl
Frühstück im Niezłe Ziółko – Warschau | Foto © Helmut Hackl

Für unsere letzte Mahlzeit in Warschau besuchten wir Niezłe Ziółko (Krucza 17). Ein gemütliches Cafe & Deli, wo wir zum Frühstück Spanish style baked Eggs, Omelett, Croissant, frisch gepresste Orangensäfte und Cappuccini (gute Qualität) bestellten. Hervorragende Qualität zu günstigen Preisen. Wir mögen solch kleine Lokale.

Warschau - Foto © Helmut Hackl
Warschau – Foto © Helmut Hackl

Warschau – unser Fazit

Warszawa ist eine tolle Stadt, die viele Sehenswürdigkeiten, leiwande Viertel und Erholung an der Weichsel bietet. Vorhanden sind unzählige Lokale, wo vielfältige Kulinarik geboten wird. Zu noch immer angenehmen Preisen. Uns hat es großartig gefallen.

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