Ein Schlüsselfinder mit Bluetooth wäre für mich nützlich, aber …

Filo Tag Bluetooth Schlüsselfinder | Foto © Helmut Hackl
Filo Tag Bluetooth Schlüsselfinder | Foto © Helmut Hackl

Ich wollte mal ausprobieren, ob so ein kleiner Schlüsselfinder mit Bluetooth für mich nützlich sein könnte oder auch nicht. Denn so ein Bluetooth Tracker hat ein paar Punkte zu erfüllen …

• Es muß eine handelsübliche Knopfzelle – z.B. CR2032 – drinnen sein, die ich selbst leicht tauschen kann. Der Status der Batterie sollte sich in der App ablesen lassen.

• Er muß mich darauf hinweisen, sobald die Verbindung zwischen Tracker und Smartphone abbricht. Wenn ich zum Beispiel einen Schlüssel daheim vergesse.

• Es sollte sich um einen europäischen Hersteller handeln, der Daten auf Servern innerhalb der EU speichert. Da lege ich in letzter Zeit verstärkt mein Augenmerk. Ausgenommen wären hier Apple und Google, die ohnehin schon alles kennen.

• Was ich persönlich nicht brauche, das ist eine Unterstützung für Alexa, Siri oder den Google Assistenten. Da ist mir wichtiger, dass die App auch auf der Apple Watch läuft.

• Im Fall der Fälle hilft ein “Community Finder”. Da werden alle Nutzer weltweit zu einem großen Fundbüro zusammenfasst. Das heißt: Findet das Smartphone eines anderen Nutzers meinen verlustigen Tracker, so bekomme ich eine Benachrichtigung mit dem Standort. In Großstädten vielleicht praktisch, sonst wohl ob der fehlenden Masse und Vielzahl unterschiedlicher Anbieter nutzlos. Außer so ein Tag käme von Apple oder Google direkt und ist fix in iOS bzw. Android integriert.

Angemerkt: Diese Grundfunktionen müssen im Kaufpreis inkludiert sein. Was ich auf gar keinen Fall akzeptiere, das ist ein Abo-Modell wie es Tile hat.

Reichlich Auswahl an Anbietern

Es gibt unzählige Anbieter solcher Bluetooth Tracker. Neben dem Platzhirschen Tile aus den USA gibt es in Europa beispielsweise noch Chipolo aus Slowenien, Musegear aus Deutschland, LOCme aus der Schweiz und Filo aus Italien. Von den Möglichkeiten her ungefähr gleichwertig.

Ein paar ergänzende Anmerkungen

• Zur Nutzung ist eine Registrierung notwendig. Somit ist auch der Weg zum Datensammeln geöffnet. Was da so alles ist, sollte vor der Zustimmung aufgelistet werden.

• Zur sinnvollen Nutzung werden ein paar Sachen aktiviert: Bluetooth (Verbinden und Freigabe), Benachrichtigungen sowie Position (permanent). Speziell die GPS-Abfrage saugt ordentlich am Akku des Smartphones.

• Die Übertragung erfolgt via Bluetooth LE (Low Energy). Angegeben wird bei den Produkten immer eine maximale Reichweite – z.B. 80 Metern. Dazu gehört allerdings gesagt: Es kommt ebenso darauf an, wie stark die Bluetooth-Reichweite vom Smartphone ist. Zudem gilt dieser Höchstwert unter idealen Bedingungen mit freier Sicht. In der Praxis wird sich der Abstand irgendwo zwischen 20 und 60 Metern einpendeln.

• Bei solchen Geräten handelt es sich um Bluetooth- und keine GPS-Tracker. Das heißt: Es wird ausschließlich gespeichert, wann und wo (GPS-Standort vom Smartphone) der Tracker zuletzt verbunden war. Somit ist keine exakte Suche möglich, sondern lediglich in der App innerhalb eines Radius, wenn Tracker und Smartphone verbunden sind.

• Der Tracker lässt sich über die App auch akustisch lokalisieren. Das gilt vice versa ebenso fürs Smartphone. Das Smartphone sollte dann praktischerweise auch dann klingeln, wenn es auf Lautlos steht.

• Selbstverständlich müssen sich mehrere Tracker verwalten lassen.

• Das verwendete Material muss belastbar sein. Denn so ein Tracker hängt zum Beispiel an einem Schlüsselbund.

• Verwaltet werden die Funktionen in einer App, die kostenlos für Android und für iOS bereitstehen sollte.

Bluetooth Schlüsselfinder – mein Fazit

Von der Funktion her wäre so ein Bluetooth Tracker für mich eine sinnvolle Anschaffung. Allerdings mit zwei Aber: Durch die permanente Aktivierung von GPS am Smartphone reduziert sich dessen Akkulaufzeit merklich. Ob der fehlende Masse an Nutzern einzelner Anbieter ist so ein “Community Finder” mehr oder weniger sinnlos.

Gerüchteweise soll ja Apple im Herbst auch so einen Bluetooth Tag anbieten. Abgesehen mal vom Preis, wäre das für mich die beste Lösung. Denn das Zusammenspiel zwischen Tracker und iPhone dürfte wohl optimiert sein, es läuft alles über die Apple ID und alle gelieferten Daten wären eh schon vorhanden.

2 Kommentare

  1. Servus,

    ich verwende jetzt schon mehr als ein Jahr von findorbit.com den OrbitKeys und die OrbitCard (fürs Geldbörsel)

    Die Tracker erfüllen alle Anforderungen die im Artikel erwähnt wurden, nur kommt die Firma aus Australien! Ich bin wirklich sehr zufrieden und dank Orbit habe ich meine Schlüssel und Wallets immer wieder gefunden!

    1. Servus – alle meine Anforderungen erfüllt der Tracker selbstverständlich nicht. DSGVO ist ein Fremdwort und die Datensammelei ist auch nicht ohne. Zudem kann der “Community Finder” ob der fehlenden Menge an Geräten in unseren Breitengraden da draußen kaum wirklich klappen. Betrifft aber nicht nur Orbit, sondern auch alle anderen. Das können nur Google und Apple wirklich schaffen, wenn das Service standardmäßig läuft.

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