Abos bei Apps – für mich macht das ganz selten Sinn (und ich mag es nicht)

In den letzten Monaten setzen App-Hersteller immer stärker auf monatliche / jährliche Abos statt Einmalkauf. Das wird zum Beispiel auch von Apple massiv unterstützt. So lässt sich monatlich Geld verdienen. Eine kalkulierbare Einnahmequelle. Für mich als Nutzer macht das aber nur sehr selten Sinn …

Ich bin nicht generell gegen Abo bei Apps & Services. Salopp formuliert: Wenn ich jedes Monat für meine Abogebühr auch eine relevante Gegenleistung bekomme, dann habe ich nichts dagegen. Das gilt allerdings hauptsächlich für Infrastruktur und Multimedia.

Zur Infrastruktur gehören zum Beispiel Mobilfunk, Internet daheim, Web-Server und Cloud-Speicher. Bei Multimedia bekomme ich ebenso monatlich neue Inhalte, die mich interessieren. Zu Beispiel bei Netflix, Prime Video und Apple Music. In beiden Bereich habe ich Abos abgeschlossen. Das macht für mich Sinn.

Bei Apps schaut es völlig konträr aus. Da sehe ich generell überhaupt keinen Nutzen für mich dahinter. Da bekomme ich monatlich keinen Mehrwert geboten. Zudem stehen eine Vielzahl an Alternativen bereit – kostenfrei oder gegen Einmalzahlung. Hier ein paar Beispiele:

• Da ich mich in der Apple-Welt bewege (MacBook, iPad, iPhone, Watch) verwende ich dort die Apps, die standardmäßig dabei sind. Beispielsweise Erinnerungen (für Aufgaben), Notizen (da schreibe ich auch alle Geschichten), Numbers (für Tabellen), Pages (selten für Textverarbeitung) und Kalender (via ownCloud). Dazu waren lediglich ein paar kleinere Umstellungen im Ablauf notwendig, damit es für mich wie am Schnürchen läuft. Ohne monatliche Abokosten. Und selbst wenn das so nicht gepasst hätte, würden ein paar Alternativen vorhanden sein.

• Für meine Blogs muss ich auch Fotos und Screenshots bearbeiten. Hier habe ich mir den Pixelmator gekauft, der den Job tadellos erledigt. Auch hier ist kein Abo notwendig.

• Ebenso läuft es beim Passwort-Manager: Da kaufte ich einmalig die Apps für SafeInCloud und lasse den Tresor über meine ownCloud synchronisieren. Eine Alternative wäre hier Enpass.

• Beim Navi verwende ich seit Ewigkeiten das kostenfreie HERE WeGo. Dafür würde ich aber auch ein Abo akzeptieren, denn ich bekomme hier laufend aktualisiertes Kartenmaterial und Verkehrsmeldungen.

• Beim Wetter habe ich Ansprüche, die auch kostenlose und werbefreie Services erfüllen. Zusätzlich zu den Fenstern daheim und den Wettervorhersagen im ORF. Und für die Kulinarikreisen schaue ich vor dem Packen im Internet nach. Somit macht hier ein Abo für mich keinen Sinn.

• Manche Services im Bereich Smart Home erfordern ein Abo. Beispielsweise ein mehrtägiges Aufzeichnungsarchiv der Überwachungskamera. Das wird sich aber für mich als Apple-Nutzer bald ändern, da im Herbst HomeKit Security kommt. Dabei erfolgt die Aufzeichnung übers iCloud-Abo und meine Logitech Circle 2 Kamera wird dies unterstützen.

Zusammengefasst: Für mich machen Abos bei Apps keinen Sinn. Ich brauche es entweder nicht oder ich habe Alternativen. Und wenn eine neue Version einer gekauften App erscheint, dann kann ich selbst entscheiden, ob ich das Update benötige oder nicht. Somit abgehakt.

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