Wortspende: Ich sah mir an, ob ich von Amazon “abhängig” bin oder nur zu faul

Startseite Amazon Prime Video

Wenn ich immer mehr von einer bestimmten Firma konsumiere, dann schaue ich mir regelmäßig an, wie “abhängig” ich von diesem Unternehmen bin. Diesmal war Amazon an der Reihe ..

Ich bin seit 2003 Kunde bei Amazon und habe seitdem schon viele Sachen gekauft / konsumiert. Da dies in den letzten Monaten immer stärker zunahm, sah ich mir an, warum ich eigentlich so gerne dort agiere. Das Ergebnis lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Bequemlichkeit.

Warum ich zuerst bei Amazon nachschaue

Es gibt ein paar Gründe, warum es mich bei Online-Bestellungen vorweg einmal zu Amazon zieht:

• Die Produktauswahl ist umfassend. So kommt es ganz selten vor, dass ich ein gewünschtes Produkt nicht schnell finde. Zudem ist fast alles lagernd. Würde ich dies woanders suchen, dann müßte ich viel mehr Zeit aufwenden.

• Die Lieferung ist halbwegs flott. Obgleich es trotz Prime-Versand häufiger zu Verzögerungen kommt. Darüber hinaus nutzt Amazon auch Lieferdienste, von denen manche einfach zu faul sind, um überhaupt anzuläuten. Somit muss ich dann extra in ein Abholgeschäft fahren, was diesen Vorteil manchmal wieder zunichte macht.

• Von den Preisen her ist Amazon selten der billigste Anbieter. Deshalb mache ich vorher immer einen Vergleich auf Geizhals oder anderen Seiten. Wenn der preisliche Unterschied den zusätzlichen Aufwand (z.B. Anfahrt, Wartezeit) nicht rechtfertigt, dann bestelle ich trotzdem bei Amazon.

So nebenbei: Prime Days, Cyber Weeks, Blitzangebote und wie diese Marketing-Aktionen auch immer heißen mögen, sind für mich nicht spannend. So richtige Schnäppchen habe ich dort bisher ganz, ganz selten entdeckt. Das kommt aber auch daher, dass ich kein unbedachter Spontankäufer bin. Ich weiß zu 99,99% schon vorher was ich will. Ich falle da eindeutig in die Kategorie längerfristiger Preisbeobachter.

• Als Prime-Kunden kann ich auch “billige” Produkte ohne Versandkosten bestellen. Das kommt zwar nicht so oft vor, ist aber im Fall der Fälle – aus Bequemlichkeit – ganz praktisch.  

• Was bei Amazon bisher einwandfrei klappt, das sind Retouren und Reklamationen. Da stehe ich als Kunde im Vordergrund. Das erleb(t)e ich woanders schon ganz anders.

Abseits des Online-Shops

Neben dem Bestellen von Produkten bietet Amazon mir als Prime-Kunden noch einige andere Services. Konkret schaut das bei mir so aus:

• Bei Prime Video sind einige für mich interessante Serien dabei. Hauptsächlich deren Eigenproduktion wie beispielsweise The Grand Tour, The Boys, Jack Ryan, Good Omens, American Goods, Bosch oder Taboo. Die schau(t)e ich mir gerne an, weil sie bei Prime dabei sind und so in Summe das Preis-/Leistungsverhältnis passt. Ich könnte aber auch ohne Prime Video leben.

• Prime Musik, Photos, Cloud, Audible & Co. nutze ich nicht. Da bin ich in der Apple- bzw. Google-Welt daheim.

• Was meine Frau und ich gerne verwenden, das ist der Kindle. Da bringen wir Amazon aber kaum Umsatz, da wir uns hier hauptsächlich die kostenlosen Angebote wie Prime Reading sowie das Prime-Monatsbuch holen. Hier gibt es aber Alternativen wie Tolino oder das Duo iPad & Books.

• Alle anderen Angebote (z.B. Alexa) verwende ich nicht.

Abhängigkeit von Amazon – mein Fazit

Ich bin von Amazon nicht abhängig. Ich bekomme alle gewünschten Produkte auch bei anderen Quellen. Ich muss hier lediglich die Bequemlichkeit zurückdrängen.

P.S.: Eine andere Diskussion über Amazon wären die Themen Steuern zahlen, Arbeitsbedingungen, Umgang mit Lieferanten und so weiter. Da hier auch der Gesetzgeber eine entscheidende Rolle spielen muss, ließ ich das in dieser Geschichte außen vor. Denn das würde den sprichwörtlichen Rahmen sprengen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.