Angebracht: Paperlike 2.0 – eine Folie, die am iPad-Bildschirm das Schreiben auf Papier simuliert

Paperlike 2.0 Folie fürs iPad | Foto © Jan Sapper
Paperlike 2.0 Folie fürs iPad | Foto © Jan Sapper

Wer mit dem Apple Pencil (oder einem anderen aktiven Stift) auf dem Bildschirm des iPad schreibt, der wird das aus der Praxis kennen. Das Schreiben auf Glas fühlt sich – no na net – ganz anders an als auf Papier. Das will die Paperlike 2.0 Folie mit Nanodots-Oberfläche ändern …

Eine kurze Vorgeschichte: Jan Sapper, ein junger Unternehmer aus Hamburg, hat vor zwei Jahren die Paperlike Folie entwickelt. Diese simuliert die Haptik und das Geräusch vom Schreiben auf Papier. Verkauft hat sie sich erfolgreich. Jedoch äußerten die Nutzer den Wunsch nach einer raueren und weniger körnigen Oberfläche. Damit der Bildschirm nicht getrübt wird. Dazu war allerdings eine neue Technik erforderlich. Umgesetzt wurde dies jetzt über eine Nanodots-Oberfläche. Die Finanzierung dafür verlief erfolgreich über Kickstarter.

Feine Nanodots sollen für den Unterschied sorgen

Beschrieben wird das neue Verfahren wie folgt: “Die Pixel des iPad werden nicht wie bisher durch eine unebene Oberfläche gebrochen, sondern durchlaufen nur minimal störende kleine Punkte. Diese mikroskopischen Unebenheiten verleihen Paperlike die Rauheit, die ein authentischeres Schreib- und Zeichengefühl bringt. Gleichzeitig bleibt der Bildschirm so klar, dass auch der Genuss von Videos & Co. nicht getrübt wird.”

Das schafft auch gleich ein paar weitere gute Nebeneffekte wie weniger Reflexionen, Schutz vor Kratzern sowie Reduktion der Fingerabdrücke am Bildschirm.
So nebenbei: Ich verwende am iPad Nebo. Denn diese App wandelt meine Handschrift gleich in digitalen Text um.

Das Anbringen ist ein Job für Putzteufelchen und geduldige Menschen

Ein Teil der Zufriedenheit mit der Folie beginnt schon beim Anbringen auf den Bildschirm vom iPad. Der gehört einmal gründlich gereinigt. Denn jeder Fingerabdruck stört. Zum Anbringen sollte man einen Raum ohne Staub aufsuchen – beispielsweise das Badezimmer nach einer heißen Dusche. Denn auch jeder Staubwinzling zwischen Folie und Bildschirm stört danach beim Schreiben.
Tipp: Vor dem Anbringen diese Anleitung ansehen. Ganz ehrlich: Ein mühseliger Prozess bei so einem großen Bildschirm. Es hat unendlich gedauert, bis ich die Folie so halbwegs oben hatte. Fürs Rausdrücken der kleineren Luftbläschen brauche ich wohl noch einige Zeit. Zudem hat sich ein Aufkleber, der fürs bessere Anbringen soll, in die Folie “eingeklebt”. In Summe möchte ich das kein zweites Mal mehr machen.

Paperlike 2.0 – mein Fazit

Zuerst einmal ist die Folie ein weiterer Schutz für den Bildschirm des iPad – ein positiver Punkt. Ob sich dann das Schreiben mit dem Stift wie auf Papier anfühlt, das ist ein subjektives Empfinden. Ja, es ist spürbar. Ob das allerdings den Aufwand wert ist oder nicht, das darf jeder iPad-Nutzer für sich selbst entscheiden. Ein zweites Mal würde ich es mir allerdings nicht mehr antun. Ich stehe damit seit Jahren auf Kriegsfuss. Da würde ich mir einen Profi suchen, der das Anbringen für mich erledigt.

So nebenbei: Die Bedienung ohne Stift bleibt wie gehabt. Vielleicht ein bisserl rauher, aber sonst empfand ich kaum einen Unterschied.

Bei Interesse: Die 2.0 Folie gibt’s direkt im Paperlike-Shop – um 34 Euro inklusive Versand. Erhältlich fürs iPad Pro 2018 (9,7″ / 11″ / 12.9″), Mini 2019, iPad 2018, iPad 2019 10.2″, iPad 12,9″ sowie iPad 10,5″ (Air 2019, Pro 2017).

4 Kommentare

  1. Servus. Frage: bleibt das Display schön klar oder wird es wieder etwas pixeliger. Die erste Folie hat mich, eben aus diesem Grund, nicht überzeugt.
    Danke im voraus für die Info.
    Gehard

  2. Servus.
    Zuerst ein gutes neues Jahr 2020.
    Habe mir jetzt die Folie gekauft. Ist ein eindeutiger Unterschied zur ersten und absolut
    empfehlenswert.
    Danke für den Hinweis auf meine Frage hin.

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