LED-Lichtsystem zum Stecken – Nanoleaf Canvas gekauft und ins Smart Home integriert

Nanoleaf Canvas LED-Lichtsystem | Foto © Helmut
Nanoleaf Canvas LED-Lichtsystem | Foto © Helmut

Ich wollte schon länger ein smartes LED-Lichtsystem, das ich nach eigenen Wünschen zusammenstecken kann. Philips liefert bei Hue leider keine passende Lösung, denn sonst hätte ich mir die geholt und ins bestehende System integriert. Da mir das Canvas von Nanoleaf gefällt und es jetzt ein kleines Starterset gibt, holte ich mir solch eines zum Ausprobieren …

Das 4er Set kostet(e) etwa 100 Euro. Entweder in der Ausführung Canvas (Quadrate) oder Light Panels (Dreiecke). Ich nahm das Modell Canvas und holte es mir beim Obi. Im Lieferumfang enthalten sind ein Kontrollpanel, drei Lichtquadrate, vier Verbindungsstücke, doppelseitige Klebestreifen sowie ein Netzteil.

Ein paar Basisinfos zu Nanoleaf Canvas

• Als Material wird weißer Kunststoff verwendet. Schlicht und gut verarbeitet. Ein Panel ist 15x15x1,3 Zentimeter groß / klein, das Gewicht liegt bei ca. 170 Gramm.

• Die einzelnen Panels werden einfach durch Zusammenstecken (via Kontaktplättchen, “Linker” genannt) miteinander verbunden. Das ist auf allen vier Seiten möglich. Entweder auf gleicher Höhe oder versetzt. So lassen sich bis zu 500 Teile miteinander verbinden. Pro 25 Panels ist ein eigenes Netzteil, pro 50 Panels ein Masterpanel erforderlich.

Nanoleaf Canvas Stecksystem | Foto © Helmut Hackl
Nanoleaf Canvas Stecksystem | Foto © Helmut Hackl

• Die Montage erfolgt – z.B. – an der Wand mit den doppelseitigen Klebestreifen, die mitgeliefert werden. Hierbei ist allerdings viel Fingerspitzengefühl erforderlich. Denn das Stecksystem ist äußerst instabil und wackelig. Das hätte man besser lösen können.

• Das Master-Panel enthält die physischen Bedienelemente – Ein-/Aus, Helligkeit erhöhen / reduzieren, nächste Farbszene, zufällige Szene und Rhythmus-Modus. So nebenbei: Die Folie mit der Beschreibung lässt sich ablösen.

Nanoleaf Canvas - Bedienelemente am Master-Panel | Foto © Helmut Hackl
Nanoleaf Canvas – Bedienelemente am Master-Panel | Foto © Helmut Hackl

• Jede LED kann in einer von 16,7 Millionen möglichen Farben leuchten. Jedes Panel besteht aus vier Einzelleuchten. Die Helligkeit ist regelbar. Die Lebensdauer einer LED wird mit 25.000 Stunden angegeben. Die Farbtemperatur liegt bei 1.200K-6.500K, der Energieverbrauch wird mit 0,3W-1W pro Panel (maximal 4,4W) bekundet. Von der Leuchtkraft her sehe ich es als stimmungsvolles Ambiente-Licht.

• Dank der integrierte Touch-Technologie agiert ein Panel wie eine Taste. Zum direkten Ein-/Ausschalten oder zum Steuern von anderen Geräten im kompatiblen Smart Home. Dank dieser berührungsempfindlichen Oberfläche ist das Licht auch ohne Smartphone bedienbar. Möglich sind Doppeltippen sowie nach unten / oben / links / rechts Wischen. Dabei lassen sich folgende Befehle zuordnen: Helligkeit erhöhen / reduzieren, Szenen per Zufallsmodus auswählen (Rhythm- oder Farbszene) sowie Ein-/Ausschalten.  

Nanoleaf App am Smartphone
Nanoleaf App am Smartphone

• Integriert ist ein Audiosensor zur Visualisierung von Musik. Aktiviert wird es durch Drücken des Musik-Symbols am Steuerungsquadrat. In der App lässt sich eine der vorinstallierten Rhythm-Szenen auswählen, eine neue Szene herunterladen oder eigene Szenen erstellen. Da jede Rhythm-Szene auf verschiedene Klangfrequenzen reagiert, werden unterschiedliche Muster, Animationen und Farben erschaffen. Manchmal sehr unterhaltsam.

• Unterstützt werden Sprachbefehle über Siri (HomeKit), Assistant sowie Alexa. Die Verbindung erfolgt über WLAN (2,4 GHz b/g/n). Zur Cloud-Synchronisation ist ein Nanoleaf-Konto erforderlich.

Nanoleaf Canvas im Apple Homekit
Nanoleaf Canvas im Apple Homekit

• Da ich in der Apple-Welt daheim bin, ist es für mich praktisch, dass HomeKit unterstützt wird. So lässt sich jedes Panel als HomeKit Button verwenden. Zum Auf-/Abdrehen oder zum Steuern anderer HomeKit-Geräte.

• Gesteuert und verwaltet werden die Panels über die Nanoleaf-App. Die steht kostenfrei für Android und für iOS bereit. Bei mir ist die App am iPhone und iPad oben. Zu den Möglichkeiten der App zählen beispielsweise das Ein-/Ausschalten der Beleuchtung, die Regelung der Helligkeit, das Gruppieren von Leuchten nach Wohnung / Raum sowie das Erstellen von Szenen. Darüber hinaus stehen eine Zeitplan-Funktion zum Automatisieren und ein Design Generator bereit. Wer mag, der kann bei der Nanoleaf Discover Community für persönliche Licht-Kreationen mitmachen. Da sollte man einige Zeit investieren, um die Möglichkeiten auszuschöpfen.

Nanoleaf Canvas LED-Lichtsystem | Foto © Helmut
Nanoleaf Canvas LED-Lichtsystem | Foto © Helmut

• Nach ein paar Tagen Zufriedenheit habe ich mir beim Obi gleich ein Erweiterungsset geholt. 4+1 um knapp 80 Euro. Somit habe ich jetzt neun Kacheln.

Nanoleaf Canvas – mein Fazit

Das Nanoleaf System hat für mich einen einzigen “Haken”: Es wird teuer, wenn ich meiner Kreativität freieren Lauf ließe. Was schade ist, denn mir taugen die steckbaren Kacheln mit ihren vielfältigen Möglichkeiten. Aber hin und wieder ein Erweiterungsset ist sicherlich drinnen.

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