Dateiformat für Fotos: HEIC statt JPG – was bringt mir die Umstellung am iPhone?

HEIC vs JPG | Foto © Helmut Hackl
HEIC vs JPG | Foto © Helmut Hackl

Durch den Umstieg vom iPhone 6s aufs 11er hat sich, abgesehen mal von der noch besseren Kamera, beim Knipsen eine weitere Änderung ergeben: Die Aufnahmen werden standardmäßig nicht als JPG, sondern als HEIC gespeichert. Doch was ist das und was bringt es mir? …

Beginnen wir gleich bei den Begriffen. HEIC (“High Efficiency Image Container”) ist ein flexibles Dateiformat für Bilder, das verschiedene Algorithmen zur Komprimierung unterstützt. Entwickelt wurde es von MPEG (“Moving Picture Experts Group”) und steht in der Apple-Welt ab iOS 11 (ab iPhone 7) und bei macOS ab High Sierra zur Verfügung. So nebenbei: Manchmal ist auch von HEIF die Rede, was für “High Efficiency Image Format” steht. Der Unterschied liegt in der Beschreibung von “Container” und “Format”.

Am iPhone und iPad ist HEIC als Standard-Format eingestellt. Zu finden ist dies unter “Einstellungen” > “Kamera” > “Formate”. “High Efficiency” speichert in HEIC, “maximale Kompatibilität” in JPG. Somit jederzeit selbst umstellbar.

Angemerkt: Für Videos heißt das Format HEVC (“High Efficiency Video Coding”) – auch bekannt als H.265.

Mit HEIC bekomme ich Vorteile ohne Nachteile

• HEIC liefert eine weitaus höhere Kompression als das doch schon in die Jahre gekommene JPG. Die Aufnahmen brauchen 50% bis 60% weniger Speicherplatz. Das hat am Smartphone durchaus Relevanz, wenn die einzelnen Bilder nur halb so viel Platz beanspruchen.

• HEIC Bilder haben fast immer eine bessere Bildqualität als JPG – trotz der höheren Komprimierung.

• Mit HEIC lassen sich mehrere Fotos in einer Datei speichern – z.B. Live-Fotos mit Audio.

• HEIC unterstützt das Speichern von Bildbearbeitungen. So können z.B. Drehen und Zuschneiden wieder rückgängig gemacht werden.

• HEIC unterstützt eine Farbtiefe von 16 Bit, bei JPG sind es 8 Bit.

• So nebenbei: In meinen WordPress Blogs verwende ich bei den Fotos das JPG-Format. Die Umwandlung von HEIC in JPG wird in Pixelmator am MacBook erledigt. Wird das Bild in der iOS Foto-App verbessert, so erfolgt ebenso eine automatische Umwandlung von HEIC in JPG.

HEIC vs. JPG am iPhone – mein Fazit

Da ich nur Vorteile bekomme und keinen Nachteil gegenüber JPG sehe, bleibe ich beim Knipsen mit dem iPhone 11 ab jetzt beim HEIC-Format.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.